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Palästinensische Gebiete

Ungelöster Nahostkonflikt

Das Leben in Palästina wird seit Jahrzehnten durch den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern geprägt. Immer wieder kommt es zu Anschlägen und bewaffneten Auseinandersetzungen. Dabei geht es im Kern um territoriale Ansprüche beider Seiten auf das Gebiet zwischen Jordan und Mittelmeer - mit spürbaren Folgen für die Bevölkerung im israelisch besetzten Gazastreifen und Westjordanland: Ein Großteil der Menschen ist von humanitärer Hilfe abhängig, rund 40 Prozent der Palästinenser leben als Flüchtlinge im Exil.

Wirtschaftliche und soziale Konsequenzen des Konfliktes


Der Bau der israelischen Sperranlagen zwischen dem israelischen Kernland und Westjordanland sowie Grenzschließungen im Gazastreifen schränken die Bewegungsfreiheit der Menschen und den Transport palästinensischer Produkte stark ein. Dies führt zu einer erheblicher Belastung der wirtschaftlichen Entwicklung in den palästinensischen Gebieten. Die Folgen sind Arbeitslosigkeit und Armut. Etwa 16,5 Prozent der Menschen im Westjordanland und 40 Prozent im Gazastreifen sind arbeitslos. Knapp die Hälfte der Familien im Westjordanland und Dreiviertel der Bewohner des Gazastreifens lebt unterhalb der Armutsgrenze.

Schwierige Lebenssituation beeinträchtigt Gesundheit der Menschen


Für die Mehrheit der Haushalte im Gazastreifen ist die Lebensmittelversorgung unsicher. Insbesondere Kinder leiden an Mangelernährung. Es fehlt an Treibstoff, Strom, sauberem Trinkwasser, Medikamenten und medizinischen Geräten. Gesperrte Straßen behindern nicht nur Krankentransporte, sondern den Zugang der Menschen zu medizinischer Versorgung generell. Besonders hart trifft dies behinderte Menschen. Sie können dem Teufelskreis aus Armut, sozialer Isolation und schlechtem Zugang zu rehabilitativer Versorgung nicht entkommen.


Mobile Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten

 

Die Johanniter engagieren sich seit 2004 in Palästina im Bereich Gesundheitsversorgung. In Zusammenarbeit mit dem St. John Eye Hospital setzten sie bis 2010 mobile Augenambulanzen zur Behandlung von Augenkrankheiten im Westjordanland und Gazastreifen ein.

 

Gemeinsam mit der Partnerorganisation „Bethlehem Arab Society for Rehabilitation“ (BASR) haben die Johanniter 2011 ein Projekt zur Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen in den Distrikten Bethlehem und Hebron gestartet. Ein mobiles Team aus Therapeuten und Technikern fährt in abgelegene Gebiete und untersucht Menschen mit Behinderung. Bei Bedarf erhalten die Patienten beispielsweise Hilfsmittel und Geräte wie Rollstühle, Prothesen, Brillen und Hörgeräte oder werden zur Behandlung in eine medizinische Einrichtung überwiesen.


Weitere Informationen zur medizinischen Versorgung von Menschen mit Behinderungen in Palästina erhalten Sie hier.

In der unten stehenden Tabelle erfahren Sie mehr über das Projekt der Johanniter-Auslandshilfe in Palästina.

Ansprechpartner und Links


Programmschwerpunkte

Ihr persönlicher Ansprechpartner:

Jens Schwalb
Telefon
Tel. 030 26997-257
Adresse
Lützowstr. 94
10785 Berlin
Region Projektkurzbeschreibung Laufzeit Finanzierung
Westjordanland, Distrikte Bethlehem und Hebron Mobile medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderungen 01.09.2011 – 31.08.2012 Spenden