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Philippinen

Auf dem Pulverfass – Katastrophenvorsorge im Taifungürtel

Die Philippinen sind reich an Inseln – genau 7.107 zählt der fünftgrößte Inselstaat der Welt – aber auch an verheerenden Naturkatastrophen. Die Inselgruppe liegt mitten im pazifischen Feuerring, dem weltweit dichtesten Vulkan- und Taifungürtel. Die Folge: Jedes Jahr fegen tropische Stürme über den Archipel, häufig begleitet von Überschwemmungen und Erdrutschen. Auf dem Weltrisikoindex für Naturkatastrophen belegt das Inselreich Rang drei.

Naturkatastrophen treffen die Armen besonders schwer

Die arme Bevölkerung ist den Naturgewalten oft hilflos ausgeliefert. Sie lebt an Flussufern, Berghängen und schwer zugänglichen Teilen der Inseln. Hilfe erreicht diese gefährdeten Gebiete im Katastrophenfall nur schwer oder gar zu spät. Jedes Jahr verlieren wieder Tausende auf diese Weise ihr Leben. Stürme und Fluten zerstören nicht nur Straßen und Häuser, sondern sie verwüsten auch die Felder, vernichten die Ernte und damit die Lebensgrundlagen der Menschen.

 

Soforthilfe für die Betroffenen des Taifun Haiyan

Taifun "Haiyan" war einer der heftigsten Stürme, die Südostasien je getroffen haben. Mit über 300 km/h traf er am 7. November 2013 den Inselstaat. Insgesamt verloren nach Angaben der Vereinten Nationen rund 3,3 Millionen Menschen ihr Zuhause, 225.000 von ihnen kamen in Evakuierungszentren unter. 46 Prozent der Gesundheitseinrichtungen in den bisher erkundeten Regionen sind stark beschädigt und können nicht mehr betrieben werden. Gemeinsam mit ihrer lokalen Partnerorganisation "Balay Mindanaw Foundation" konnten die Johanniter unmittelbar Hilfe leisten. So stellten zwei medizinische Teams die medizinische Versorgung der Menschen rund um die Hafenstadt Ormoc auf der Insel Leyte sicher. Parallel verteilen die Johanniter Nahrungsmittel und sogenannte Shelter-Kits zur Reparatur beschädigter Häuser.

 

Weitere Informationen zu den Soforthilfeaktivitäten finden Sie hier.

Armut und Katastrophenvorsorge


Trotz eines staatlichen Präventionsprogramms ist die Bevölkerung nicht ausreichend auf die wiederkehrenden Katastrophen vorbereitet. Die Folge sind drastische Schäden und hohe Opferzahlen. Die Armut verschärft die Situation für die Menschen zusätzlich. 33 Prozent der Filipinos leben unterhalb der Armutsgrenze. Jeder Vierte muss mit weniger als 1,25 Dollar am Tag auskommen. Es mangelt an Hygiene, sauberem Trinkwasser und Krankenhäusern. Ein Grund, warum sieben von zehn Filipinos bis zu ihrem Tod keinen Arzt sehen. Katastrophenvorsorge war unter diesen Bedingungen bislang nur schwer umzusetzen.

Besser für den Notfall vorbereiten, schneller helfen

Mit ihrer philippinischen Partnerorganisation Balay Mindanaw Foundation vermitteln die Johanniter den Menschen auf der Insel Mindanao, wie sie im Notfall schnell reagieren und eigenverantwortlich handeln können. Sie bilden Trainer lokaler Nichtregierungsorganisationen in Katastrophenvorsorge und Erster Hilfe aus. Diese schulen sogenannte „Katastrophenschutz-Komitees“, die ihr Wissen an Gemeindemitglieder weitergeben. Auch Notfallpläne werden gemeinsam entwickelt und Gemeindegebäude zu Evakuierungszentren umfunktioniert und ausgestattet. So sind die abgelegenen Gemeinden in der Lage unmittelbar zu reagieren und sich erst einmal selbst zu helfen.

 

Weitere Informationen zur Katastrophenvorsorge auf den Philippinen erhalten Sie hier.

In der unten stehenden Tabelle erfahren Sie mehr über das Projekt der Johanniter-Auslandshilfe auf den Philippinen.

Ansprechpartner und Links

       
Insel Bohol Soforthilfe nach dem Erdbeben auf der Insel Bohol 22.10.2013 - 31.01.2014 Auswärtiges Amt, Spenden
Insel Leyte und Panay Soforthilfe für die Betroffenen des Taifuns Haiyan 09.11.2013 - 31.03.2014 Aktion Deutschland Hilft, Spenden
Insel Leyte und Panay 5.000 Familien erhalten Lebensmittelpakete und grundlegende Hilfsgüter zur Existenzsicherung für die Betroffenen des Taifuns Haiyan 11.11.2013 – 28.02.2014 Auswärtiges Amt, Spenden
Insel Mindanao, Gemeinden Baganga, Santa Josefa, Bonbon, Carmen, Indahag, Iponan und Macasandig Gemeindebasierte Katastrophenvorsorge und Ausbildung von Trainern 15.07.2013 – 31.04.2014 Auswärtiges Amt, Spenden