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Philippinen

Der Taifun Haiyan fegte im November 2013 mit voller Wucht über die Philippinen hinweg. Der Sturm hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Die Johanniter konnten unmittelbar Soforthilfe leisten, da sie bereits vor dem Taifun auf den Philippinen tätig waren. Nach der medizinischen Soforthilfe liegt der Schwerpunkt der Johanniter-Hilfe hier auf dem Wiederaufbau und der Katastrophenvorsorge.

 

Am Abend des 06. November 2013 traf Taifun Haiyan, ein Wirbelsturm der Kategorie fünf, mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h auf die Philippinen und fegte über die Inseln Samar, Leyte, Cebu, Panay und Palawan hinweg. Etwa vier Millionen Menschen wurden durch den Taifun obdachlos. Die Johanniter leisteten umgehend medizinische Hilfe und verteilten Nahrungsmittel- und Hygienepakete sowie Schlafmatten, Decken, Moskitonetze und Kochutensilien. Eigens zusammengestellte Reparatur-Kits mit Werkzeug, Spanplatten, Holz und Wellblech halfen den Betroffenen, notdürftig ihre zerstörten Häuser wieder aufzubauen.

 

Schauen Sie sich hier die Johanniter- Soforthilfe nach dem Taifun an:

Wiederaufbau der Infrastruktur

Während der Wiederaufbau von Wohnhäusern langsam voranschreitet, liegt die kommunale Infrastruktur in etlichen Gemeinden noch immer brach. So sind die meisten der zerstörten öffentlichen Einrichtungen auf der Insel Panay auch ein Jahr nach der Katastrophe noch nicht wieder aufgebaut. Viele Regionen haben noch keine Unterstützung durch die lokale Regierung erhalten. So auch die acht Dörfer der Gemeinde President Roxas in der Provinz Capiz ganz im Norden der Insel Panay. Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Gesundheitszentren Wasserauffangbecken und kleine Dämme konnten hier bislang nicht repariert werden. Die Kassen sind leer, ausreichend Geld für Wiederaufbaumaßnahmen gibt es nicht.

 

Die Johanniter übernehmen deshalb gemeinsam mit ihrem lokalen Partner „Balay Mindanaw Foundation, Inc (BMFI)“ den Wiederaufbau der Einrichtungen, um die Lebensbedingungen der Bewohner zu verbessern. „Dabei haben wir vor allem Kinder, Ältere, Menschen mit Behinderungen und andere Bedürftige im Blick, die diese Einrichtungen bevorzugt nutzen. Über 7.000 Menschen werden davon profitieren“, so Birgitta Hahn, zuständige Projektkoordinatorin für die Philippinen.

 

Ziel ist es, die Gebäude und Einrichtungen widerstandsfähiger gegen mögliche Erdbeben, Stürme und Starkregenfälle zu machen. Viele Maßnahmen sind dabei leicht durchzuführen, wie zum Beispiel stärkere Verstrebung und eine Veränderung im Dachbau. Ein Sturm kann das Gebäude dann nicht so leicht zum Einsturz bringen oder das Dach abheben. Im Zuge des Wiederaufbaus werden die Johanniter auch 50 lokale Zimmerleute und Maurer fortbilden. Diese werden dann in einem „Cash-for-Work“- Programm als Fachkräfte beim Wiederaufbau der insgesamt 30 Einrichtungen eingesetzt.

 

Auf der Insel Leyte, in der Gemeinde San Juan, bauen die Johanniter eine Grundschule wieder auf. Vier Wasseraufbereitungssysteme sollen hier langfristig die Wasserversorgung in der Gemeinde sichern. 

Weitere Informationen zu dem Projekt erhalten Sie hier.

Schutz vor neuen Katastrophen

Bereits seit 2011 führen die Johanniter gemeinsam mit ihrer philippinischen Partnerorganisation Projekte zur Katastrophenvorsorge durch. So vermitteln sie den Menschen auf der Insel Mindanao, wie sie im Notfall schnell reagieren und eigenverantwortlich handeln können. Trainer lokaler Nichtregierungsorganisationen wurden hierzu in Katastrophenvorsorge und Erster Hilfe ausgebildet. Diese schulen sogenannte Katastrophenschutz-Komitees, die ihr Wissen an die Gemeindemitglieder weitergeben. Auch Notfallpläne werden gemeinsam entwickelt und öffentliche Gebäude zu Evakuierungszentren umfunktioniert und ausgestattet. So sind auch die Menschen in abgelegenen Gemeinden in der Lage, unmittelbar zu reagieren und sich erst einmal selbst zu helfen.

 

Anschließend daran schulen die Johanniter nun zusätzlich in sieben Gemeinden 21 Helfer in Gesundheitsversorgung, Erster Hilfe, Katastrophenvorsorge und Klimawandel und gründen Soforthilfe-Teams. Weiterhin wird hier die Trinkwasser- und Sanitärversorgung sichergestellt.

 

Stand: November 2014


In der unten stehenden Tabelle erfahren Sie mehr über das Projekt der Johanniter-Auslandshilfe auf den Philippinen.

Ansprechpartner und Links


Programmschwerpunkte

Ihr persönlicher Ansprechpartner:

Birgitta Hahn
Telefon
Tel. 030 26997-260
Adresse
Lützowstr. 94
10785 Berlin
Region Kurzbeschreibung Laufzeit Finanzierung
Agusan del Sur Katastrophenvorsorge in sieben Gemeinden 01.08.2014 – 31.07.2015 Spenden
Insel Panay Wiederaufbau von Gemeinschaftseinrichtungen 15.11.2014 – 14.08.2015 Deutsche Bank Stiftung, Spenden
Insel Leyte Wiederaufbau zerstörter Gemeinde-Infrastruktur 10.10.2104 – 30.04.2015 Stadt Wien, Spenden