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Vietnam, ein Land mit über 80 Millionen Einwohnern, hat in vielen Bereichen wichtige Fortschritte erzielt. Die Wirtschaft verzeichnete in den letzten zehn Jahren Wachstumsraten von durchschnittlich sieben Prozent. Die Armutsrate ging von sechzig Prozent im Jahre 1990 auf unter dreißig Prozent zurück. Das Gesundheitswesen nimmt, wenn man die Lebenserwartung, Kindersterblichkeit oder die Impfrate bei Kindern betrachtet, eine Spitzenstellung in der Region ein.
Nicht alle Vietnamesen profitieren gleichermaßen von den Fortschritten. So wird die erschreckend hohe Zahl von behinderten Menschen in Vietnam nach wie vor nicht angemessen medizinisch versorgt. Die Behinderungen sind zum Teil eine Folge des Krieges, zum Teil sind sie das Resultat von Krankheiten wie Kinderlähmung oder auch eine Folge des starken Anstiegs der Anzahl von Verkehrsunfälle.
In Vietnam mangelt es bei der Behandlung von Behinderten nicht nur an Material wie Prothesen und Orthesen, sondern auch an gut ausgebildeten Fachkräften in der Orthopädietechnik. Um hier zu helfen, finanzieren die Johanniter die dreijährige Ausbildung eines Orthopädietechnikers an der Schule für Orthopädietechnik in Hanoi mit 10.000 Euro.