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Georgien

Georgien grenzt im Westen an das Schwarze Meer, im Norden an Russland und im Süden an Aserbaidschan, Armenien und die Türkei. Mehr als ein Drittel der Einwohner des Kaukasusstaats lebt unter einfachsten Bedingungen in Gebirgsdörfern. Seit der Unabhängigkeit von 1991 ist die wirtschaftliche Situation im Land äußerst instabil. Immer wieder kommt es zu Energiekrisen und Engpässen bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Verbrauchsgütern. Separatistische Bewegungen in Abchasien, Adscharien und Südostossetien führten in den letzten Jahren zu Konflikten mit Russland.


Große Defizite sind im Gesundheitswesen erkennbar. Während zu Sowjetzeiten der kostenlose Zugang zur Versorgung gewährleistet war, hat sich diese nach einer weitgehenden Privatisierung verschlechtert, viele Leistungen sind für ärmere Gruppen der Bevölkerung nicht mehr bezahlbar.

 

Laut offiziellen Angaben (WHO) gibt es in Georgien mehr als 130.000 Menschen mit Behinderung. Davon haben 10%, also etwa 13.000 Personen, Einschränkungen am Bewegungsapparat und benötigen orthopädische Hilfsmittel. Neben Kriegsverletzungen und Minenunfällen sind Krankheiten wie Diabetes und Gefäßkrankheiten, mangelnde Präventionsmaßnahmen sowie Unfälle und Erbschäden die Hauptursachen von körperlichen Behinderungen.

Menschen mit Behinderung zählen in Georgien zu den ärmsten Bevölkerungsgruppen und haben einen sehr eingeschränkten Zugang zu Bildung, Ausbildung, Arbeit, Gesundheits- und sozialen Diensten. Zudem sind die gesellschaftliche Partizipation und die Einbindung von behinderten Menschen in soziale Netzwerke extrem gering. Vielmehr leben sie zumeist isoliert und sind von Familienangehörigen und Pflegekräften abhängig. Weitere Defizite in der Gesundheitsversorgung finden sich im Bereich der Krebsvorsorge und Behandlung. Hier mangelt es an Ressourcen und Kapazitäten in den Gesundheitseinrichtungen.

 

Hier erfahren Sie mehr zum aktuellen Katastrophenvorsorge-Projekt der Johanniter-Auslandshilfe in Georgien.

Region Projektkurzbeschreibung Laufzeit Finanzierung
Adschara, Meschetien, Dschawacheti, Samzche, Schida Kartli, Kachetien, Ratscha-Letschchumi Verbesserung der Katastrophenvorsorge und Erstversorgungskapazität 15.05.2011- 15.03.2012 Spenden
Chiatura, Imereti Medizinische Versorgung der ländlichen Bevölkerung durch ein mobiles Ärzteteam 15.03.2011- 15.05.2012 Spenden

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