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Ecuador liegt im Nordwesten von Südamerika und ist geographisch, topographisch und ethnisch eines der vielfältigsten Länder der Erde. Etwa 40% der Bevölkerung ist unter 15 Jahre alt und nur 5% über 65. Ecuador ist gemessen am BIP pro Kopf das zweitärmste Land Südamerikas, die wirtschaftliche Ungleichheit im Land ist dabei besonders hoch: ca. 15% der Bevölkerung leben von weniger als 1 USD am Tag.
Das Land liegt in einer Erdbebenzone und hat mehrere aktive Vulkane. In den Wintermonaten (Januar bis April) kommt es aufgrund der starken Regenfälle häufig zu weitläufigen Überschwemmungen und großflächigen Erdrutschen.
An der Grenze zu Kolumbien im Norden des Landes, ist die Lage sehr angespannt: Aufgrund des anhaltenden bewaffneten Konfliktes in ihrem Land, fliehen viele Kolumbianer nach Ecuador. Laut UNHCR sind 150.000 Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Den Flüchtlingen sowie den aufnehmenden Gemeinden mangelt es an Nahrungsmitteln Gesundheitsversorgung und Schulbildung.
Auch die Situation der indigenen Minderheiten in dieser Region ist besorgniserregend. Besonders die Awá (Kwaiker) und Epera sind beidseits der Grenze gesellschaftlich und wirtschaftlich immer mehr durch Landvertreibung, Überfälle und Gewalt verschiedener Gruppen bedroht.
Die Johanniter haben seit 2009 in der Hauptstadt Quito ein Büro eingerichtet. Aktuell unterstützen sie lokale Organisationen, z.B. mit einer EU-Finanzierung die Fundación de Mujeres de Sucumbíos - FMS (Betrieb eines Frauenhauses und Aktivitäten der Frauenorganisation) und die FCAE, die sich der rechtlichen und sozialen Belange der Awá annimmt.
| Region | Projektkurzbeschreibung | Laufzeit | Finanzierung |
|---|---|---|---|
| Provinz Sucumbios, Amazonasgebiet an der Grenze zu Kolumbien | Stärkung der Menschenrechte, besonders von geflüchteten Frauen, Kindern und Jugendlichen durch legalen Beistand, psychosoziale Betreuung und Schulung in Einkommen schaffenden Maßnahmen | 01.01.11 - 31.12.12 | EuropeAid |
| Provinz Pichincha, Kanton Cayambe und Parroquia Pintag | In sieben indigenen Gemeinden bauen und erweitern die Johanniter Trinkwasserversorgungssysteme, wodurch über 1.100 Familien Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten. | 01.10.11 - 30.04.13 | Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) |