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Vorbereitung auf den Ernstfall
Um Menschen in besonders gefährdeten Regionen auf künftige Katastrophen besser vorzubereiten, bieten die Johanniter weltweit Kurse für die breite Bevölkerung in Erster Hilfe und Katastrophenvorsorge an. Denn oft ist es schon mit einfachsten Mitteln möglich, durch Kenntnis der von Erdbeben, Tsunamis, Überschwemmungen oder Wirbelstürmen ausgehenden Gefahren die Schäden zu reduzieren und so Leben zu retten.
Besser vorbereitet, besser geschützt
Um Menschen in besonders gefährdeten Regionen auf künftige Katastrophen besser vorzubereiten, sind die Johanniter weltweit in der Breitenausbildung von Katastrophenvorsorge und Erster Hilfe aktiv. Denn die Erfahrungen zeigen, dass die Erstversorgung der Betroffenen durch die Bevölkerung vor Ort geleistet werden muss. Durch blockierte Zufahrtswege kommen professionelle Rettungskräfte meist erst Stunden oder Tage später in die von Erdbeben oder Überflutungen betroffenen Gebiete.
Weil eine erfolgreiche Erstversorgung lebenswichtig ist, bieten die Johanniter in katastrophengefährdeten Ländern wie Indonesien, Afghanistan, Pakistan oder der Karibik Programme zur Breitenausbildung in Katastrophenvorsorge und Erster Hilfe an. So werden in Indonesien bereits seit dem Jahr 2005 lokale Trainer ausgebildet, die nun vor allem die Bevölkerung in ländlichen und abgelegenen Gebieten in der medizinischen Erstversorgung und präventiven Maßnahmen zum Schutz vor Katastrophen unterrichten.
In Theorie und Praxis
Die Kurse mit jeweils bis zu 20 Männern und Frauen finden meist in Schulen oder Gemeinderäumen statt. Einheimische Trainer erläutern dabei anfangs die unterschiedlichen Katastrophenarten, deren Charakteristika und Ursachen, damit eine sich nahende Gefahr schnell erkannt und dementsprechend richtig gehandelt werden kann. Die Kursteilnehmer lernen, dass die Vorbereitung auf eine Katastrophe oft mit einfachsten Mitteln möglich ist: sei es durch die entsprechende Positionierung der Möbel, einen Familien-Notfallplan oder das 72-Stunden-Notfallpaket, bestehend aus Nahrungsmitteln, Wasser, Taschenlampen, Radio, Chlortabletten, Bargeld und Ersatzkleidung.
Neben dem theoretischen Wissen setzen sich die Kursteilnehmer in praktischen Übungen mit dem Gelernten auseinander. Beispielsweise durch das Zeichnen einer Karte des eigenen Dorfes mit den Orten, die im Katastrophenfall besonders gefährdet sind. Gemeinsam werden dann geeignete Sammelpunkte gesucht. Besonderes Augenmerk legen die Trainer hier auf spezifische Maßnahmen für Kinder, Ältere, Kranke und Menschen mit Behinderung.
Neben der Katastrophenvorsorge vermitteln die Johanniter den Kursteilnehmern auch Grundkenntnisse in Erster Hilfe. Je nach Land und Situation steht dabei die Behandlung spezifischer Verletzungen und Krankheiten im Zentrum – etwa der Umgang mit Knochenbrüchen nach einem Erdbeben. Darüber hinaus werden gemeinsam mit den örtlichen Behörden Sammelstellen eingerichtet und mit der Dorfgemeinschaft ein Notfall simuliert.
Katastrophenvorsorge weltweit
In folgenden Ländern führt die Johanniter-Auslandshilfe Katastrophenvorsorgeprogramme durch:
Afghanistan
Haiti
Unterstützen Sie uns
Um weltweit Menschen in besonders gefährdeten Regionen auf künftige Katastrophen besser vorzubereiten, sind wir auf Spenden angewiesen. Informationen zu den Spendenmöglichkeiten finden Sie unter www.johanniter-helfen.de