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Der von den Vereinten Nationen seit dem Jahr 2000 an jedem 12. August ausgerufene „Internationale Tag der Jugend“ lenkt die Aufmerksamkeit auf Jugendliche, ihre Bedürfnisse, Wünsche und Probleme. Allein in Bayern engagieren sich 780 jugendliche Johanniter in der verbandlichen und offenen Jugendarbeit. „Sehr oft haben junge Menschen das Bedürfnis, sich für andere einzusetzen oder brauchen selbst Unterstützung“ sagt Markus Kreitmayr, Fachbereichsleiter Jugend.
Derzeit engagieren sich in der Johanniter-Jugend bundesweit rund 11 000 Jugendliche, beispielsweise als Schulsanitäter oder Jugendgruppenleiter. Auch bundesweite Großveranstaltungen wie den Kirchentag oder das überregionale Bundespfingstzeltlager der Johanniter nutzen die Jugendlichen, um sich aktiv einzubringen. Sie übernehmen Verantwortung in der Gemeinschaft und treten in Dialog mit anderen jungen Menschen. „Das stärkt jeden Einzelnen und unser Wir-Gefühl“, betont Kreitmayr.
Eine Vorreiterrolle nimmt die Johanniter-Jugend mit dem Projekt „!Achtung“ ein, einem Präventionskonzept gegen sexuellen Missbrauch in Jugendverbänden. „!Achtung“ meint Respekt vor dem Gegenüber und besonders vor den Kindern und Jugendlichen, die in der Johanniter-Jugend ein zweites Zuhause finden. „Auch untereinander passen wir auf und lassen Dinge nicht einfach geschehen oder schauen gar weg“, sagt Kreitmayr über die bewusste Doppeldeutigkeit des Begriffs „!Achtung“.
Neben der verbandlichen Jugendarbeit nehmen die Johanniter ihre gesellschaftliche Verantwortung auch in der offenen Jugendarbeit wahr. Im Kinder- und Jugendhaus in München werden warme Mahlzeiten, Pausenbrotverpflegungen, aber auch Freizeitbeschäftigungen, wie etwa gemeinsames Kochen, angeboten. „Meist ermöglichen ehrenamtliche Mitarbeiter vor Ort die Versorgung und geben den Kindern und Jugendlichen eine Gemeinschaft“, hebt Kreitmayr die Bedeutung des Engagements in der Jugendarbeit hervor.
Für 16- bis 27-jährige ist zudem ein Freiwilliges Soziales Jahr möglich, das man in den Einsatzbereichen Behindertenfahrdienst, Hausnotruf, Ambulanter Pflegedienst, Kindertagesstätten oder Einrichtungen mit offener Jugendarbeit absolvieren kann.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. übernimmt seit mehr als 30 Jahren soziale Verantwortung für Kinder und Jugendliche durch langfristige Förderung und Unterstützung.