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Reisetipps der Allgäuer Johanniter

Raphael DodererKempten / Allgäu, 16. Juli 2010

Damit der Start in den Urlaub nicht zur Tortur wird, raten die Allgäuer Johanniter die Autofahrt ebenso sorgfältig vorzubereiten wie den Urlaub selbst. Unnötiger Stress durch Mängel am Fahrzeug, Erschöpfung während der Fahrt oder unnötige Wartezeiten in Staus erhöhen das Unfallrisiko und mindern den Erholungswert der Reise.

Bei der Reisevorbereitung gehört zum Gepäck nicht nur das Warndreieck, sondern auch ein Verbandkasten, der auf dem aktuellstem Stand ist. (Foto: Johanniter / Björn Hörnle)

Aktueller Verbandkasten ins Gepäck!

 

Damit die Auszeit vom Alltag bereits mit der Abfahrt beginnt, raten die Johanniter zu einer sorgfältigen Reisevorbereitung. „Bevor die Reise beginnt, wird überprüft, ob sich das Fahrzeug in einem technisch einwandfreien Zustand befindet“, so Bernd Fischer, Standortarzt der Allgäuer Johanniter. „Dazu gehört es, die Luft in den Reifen und den Ölstand zu prüfen. Ein Verbandskasten, der auf aktuellstem Stand ist, sollte ebenso nicht fehlen.“

 

An die Haus- und Reiseapotheke denken

 

Medikamente, die regelmäßig zu Hause eingenommen werden müssen, sollten auf jeden Fall in die Reiseapotheke gepackt werden. Je nach Reiseziel kann es sinnvoll sein, sich gegen Durchfall und Verdauungsstörungen, Schmerzen und Fieber, sowie bei Prellungen und Verstauchungen zu rüsten. „Außerdem darf man nicht vergessen, einen ausreichenden Sonnenschutz mit einzupacken“, so Bernd Fischer.

 

Auch die Versicherungskarte einpacken

 

Schließlich sollten Reisende auch an folgende Punkte denken: „Bei Brillen- oder Kontaktlinsenträgern möglichst Ersatzbrille und Kontaktlinsenreinigungsmittel nicht vergessen. Für alle gilt es, den Auslandskrankenschein bzw. die Europäische Krankenversichertenkarte und Notfall-Telefon-Nummern ins Gepäck zu nehmen“, sagt Notarzt Fischer und ergänzt: „Mitglieder der Johanniter-Unfall-Hilfe sollten zudem ihren Mitgliedsausweis zur Hand haben. Dort finden sie die Kontaktdaten zum Johanniter-Auslands-Rückholdienst.“

 

In der Früh entspannt in den Urlaub starten

 

Außerdem sollte die Reiseroute mit einer aktuellen und genauen Karte geplant werden. Man kann sich schon vor der Reise Gedanken über Alternativstrecken zu bekannten Stauautobahnen machen. Einen Stau bis zu zwei Kilometern Länge sitzt man am besten aus, ansonsten sollte man eine Ausweichroute wählen oder eine Pause einlegen.

 

„Der optimale Reisebeginn ist morgens“, so Fischer. „Wer zwischen neun und zehn Uhr startet, vermeidet hohes Verkehrsaufkommen. Nach rund zwei Stunden Fahrt sollte man die erste Pause einlegen, mindestens ein halbe Stunde lang. Ein Rundgang ums Fahrzeug und einige Freiluftübungen – Arme kreisen lassen und Füße ausschütteln – wirken bereits Wunder.“

Leichte Kost ist die gesündere Wahl: Belegte Vollkornbrote, Salate, Rohkost, Obst oder auch Gemüse machen satt und vor allem nicht müde. Wer lange unterwegs ist, muss reichlich trinken. „Gerade bei der Hitze“, betont Notarzt Bernd Fischer. „Wasser und Apfelsaftschorle sind ideale Durstlöscher. Am besten man trinkt mindestens einen Liter mehr als gewöhnlich.“

 

Das Spielzeug für die Kinder nicht vergessen

Nicht nur der Fahrer sollte sich auf lange Autofahrten vorbereiten, auch für den Rest der Familie muss gesorgt werden: Wenn das Lieblingsspielzeug und Kuscheltiere mit an Bord sind, vergeht die Reise für die Kinder wie im Flug, und die Nerven der Eltern werden geschont.

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