Bestanden: Drei neue Rettungshunde für München

München, 08. Juni 2017

Johanniter-Teams aus München bestehen Prüfung fern der Heimat

Die neuen Rettungshundeteams der Johanniter (v.l.): Maria Hofmeister mit Balu, Bianca Paulitsch mit Laisa und Dr. med. vet. Eva Strütt mit Peppi. (Foto: Sebastian Nagel)

Das Pfingstwochenende haben insgesamt 29 Teams der Rettungshundestaffel aus ganz Deutschland genutzt, um ihre Einsatzbereitschaft zu beweisen. In Tolk bei Schleswig nahmen auch drei Teams aus München an der Flächenprüfung teil, um künftig in den Einsatz gehen zu können. Bianca Paulitsch mit Hundedame Laisa, Dr. med. vet. Eva Strütt mit Peppi und Maria Hofmeister mit Balu haben die zentrale Johanniter-Rettungshunde-Prüfung auf Anhieb mit sehr guten Leistungen bestanden. Damit hat die Hundestaffel in München nun sieben geprüfte Teams.

Nach der theoretischen Prüfung der Hundeführer zeigten die Hunde im sogenannten Verweistest, dass sie eine Person ohne Bedrängen so lange durch Bellen anzeigen, bis der Hundeführer die Versorgung der Person übernehmen kann. Danach folgte ein Gehorsamstest, bei dem es auf das gute Zusammenspiel des Teams ankam. Als letzten Teil zeigte das Hundeteam in der Flächensuche seine Leistung in einem mindestens 30.000 m2 großen Waldgebiet. Dort hatten sich mehrere Menschen versteckt. Jedes Rettungshundeteam hatte nur 20 Minuten Zeit, den „Vermissten" zu entdecken und ihn abschließend nach einer korrekten Erstversorgung an den Rettungsdienst übergeben. Im Ernstfall ersetzt ein einzelner Hund bei der Vermisstensuche in der Fläche dank seiner empfindlichen Spürnase rund 40 bis 50 Helfer.

Über die Arbeit mit Rettungshunden
Die Johanniter-Rettungshundestaffeln sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Als Fachdienst im Rahmen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes betreiben die nach DIN 13050 zertifizierten Rettungshundeteams in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Feuerwehren die Personensuche nach Vermissten. Nur mit gültiger Zertifizierung dürfen die Rettungshundeteams in den Einsatz. Die Hundeführer mit ihren vierbeinigen Spürnasen engagieren sich ehrenamtlich und sind für ihre umfangreichen Aus- sowie Weiterbildungen auf Spenden angewiesen. Die Ausbildung zum Rettungshund dauert rund zwei Jahre und wird mit der Rettungshundeprüfung abgeschlossen, die alle 18 Monate aufgefrischt werden muss.