Hunde als Helfer für Menschen mit Demenz

München, 02. Januar 2018

Johanniter informieren am 11. Januar über die tiergestützte Demenzbetreuung und suchen Hundehalter als Ehrenamtliche

Tiere wirken sich positiv auf die Gefühlswelt demenzerkrankter Menschen aus. (Foto Johanniter / Birgit Betzelt)

Die Johanniter suchen Hundehalter, die sich gemeinsam mit ihrem Vierbeiner für Menschen mit Demenz engagieren wollen. Bei einem Informationsabend in der Fachstelle für pflegende Angehörige in der Seumestraße 3 stellen die Johanniter am 11. Januar um 18 Uhr die im Februar beginnende Ausbildung für Mensch-Hunde-Teams vor.

Gerade zu Demenzerkrankten finden Hunde einen Zugang, der Menschen oft verschlossen bleibt. Nicht zu unterschätzen ist der therapiebegleitende Effekt dieser Tierbesuche, denn Tiere fragen nicht nach Behinderungen oder Alter, sie reagieren direkt auf die Fürsorge und Zuneigung, die ihnen entgegen gebracht wird. Ihre Anwesenheit wirkt sich nachweislich positiv auf die Gefühlswelt des erkrankten Menschen aus – somit tragen die Demenzhunde zum psychischen und physischen Wohlbefinden bei.

Ehrenamtliche Mensch-Hunde-Teams schenken an Demenz erkrankten Menschen Zuwendung und Zeit. Sie erfüllen die Wünsche der älteren Menschen nach Nähe, Streicheln, einem tierisch guten Zuhörer und aktivieren zu einem Spaziergang. Die Angehörigen erhalten dadurch Zeit zur freien Verfügung, etwa für eigene Arzttermine oder schöne Momente mit den Enkeln.

In der am 2. Februar startenden Ausbildung erhalten Hundebesitzer das Wissen und die Praxis, die sie befähigen in der Demenzbetreuung tätig zu werden. Da ihr Hund sie im Seminar begleitet, lernen sie ganz praxisnah, wie dieser in der Demenzbetreuung eingesetzt werden kann. Die Schulungstermine finden an zwei Wochenenden jeweils freitags und samstags und an drei zusätzlichen Freitagen statt.

Um eine Anmeldung zum Infoabend am 11. Januar wird gebeten: telefonisch unter 089 374104-600 oder per E-Mail.