Zu Gast bei Jules Musiktherapie

Fürstenwalde, 24. Juni 2016

Am 24. Juni hat Jule Lieske waren die Johanniter zu Gast bei Jules Musiktherapie. Die Zwölfjährige hatte sich gemeinsam mit  ihrem Bruder Ole bei der Aktion Kinderwünsche der Johanniter beworben. Jule geht auf die Burgdorf-Schule in Fürstenwalde. Im Haus arbeitet Frau Ursa Stein freiberuflich als Musiktherapeutin. Weitere berufliche Qualifikationen von Frau Stein sind mitunter Heilpraktikerin, Paartherapeutin und Trauerbegleiterin. Sie liebt die Arbeit mit Kindern: „Jede Stunde ist anders. Es gibt auch hin und wieder Rückschritte durch die Erkrankung der Kinder. Aber ein Lächeln am Ende der Stunde gibt es meistens.“ Im Therapieraum stehen mehrere Instrumente zur Verfügung: Trommeln, Schlagzeug, Klanginstrumente, Schellen, Geige, Klavier, Gitarre, Klangstäbe und Regenmacher. Für Kinder, die träumen wollen und einfach nur zuhören möchten, gibt es eine Hängematte. Das Besondere ist, dass dieses Zimmer einen Schutzraum darstellt. Hier fühlen sich die Kinder geborgen.

Heute dürfen die Johanniter ausnahmsweise dabei sein. Jule kommt zielstrebig in den Raum gefahren und sieht die Gäste an. Nett erklären Eileen Samol und Beate Giehler, das sie heute zuschauen wollen und sie sich nicht stören lassen soll. So wie sie es ausgesprochen haben, fährt Jule auf das Klavier zu und liefert ein kleines Konzert. Frau Stein begleitet sie ab und an dazu. Es gibt leise Töne, aber auch wilde und laute. Ein ausgeglichenes Klavierspiel, bis Jule etwas Neues entdeckt. Sie nimmt sich Klangspiele, Schellen und Rasselinstrumente und beäugt sie intensiv. Ihr macht es sichtlich Spaß und ihr Musikinteresse ist groß. Bevor Jule etwas benutzt riecht sie daran, dann nimmt sie die Schwingungen der Töne wahr. Frau Stein und Jule gehen über die Musik in Kontakt und kommen sich näher, am Ende wird immer ein Lied gesungen, da es sehr viel Wohlgefallen auslöst, wird gleich zweimal gesungen. In dieser Therapiestunde lag Magie in der Luft, die Kontaktaufnahme war einfach und schnell möglich, die Offenheit trotz der Anwesenheit der Gäste bemerkenswert. Die ersten 2 Sitzungen hat Jule gebraucht, um anzukommen und nun nutzt sie den ganzen Raum um ihren eigen Klangraum zu schaffen, sie wird weicher, es gibt ihr Kraft und Energie. Das freie und zwanglose Spielen und Hören ohne Führung zeigt deutliche Reaktionen und ein breites Lächeln am Ende der Musiktherapiestunde.

Die Johanniter freuen sich, dass sie mit der Aktion Kinderwünsche Kraft und Lebensfreude fördern können. Die nächsten Wünsche sind bereits in Arbeit. Helene wünscht sich eine Nestschaukel. Nähere Informationn hierzu kommen in Kürze.