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Das Zittern hat endlich ein Ende

Doreen Hotzan (Lausitzer Rundschau)Göllnitz, 31. August 2010

Das Zittern um die Göllnitzer Kindertagesstätte „Lüttchenzwerge“ hat nun ein Ende.

Die „Lüttchenzwerge“ können mit ihrem Erzieherteam in die Zukunft schauen: Seit dem 1. August ist die Göllnitzer Kita in der Trägerschaft der Johanniter.

Seit dem 1. August befindet sich die ehemalige private Einrichtung in der Trägerschaft der Johanniter. Vor wenigen Tagen luden die neuen Betreiber zu einem Gespräch in die Kita ein.

 

Die Erleichterung darüber, dass eine Schließung doch noch abgewendet werden konnte, ist allen Beteiligten anzumerken. »Wir sind froh, dass es weitergeht«, sagte Petra Lichtenau, die neue Leiterin der Einrichtung. »Ich war überzeugt davon, dass wir es schaffen. Es war ein richtiger Glücksfall, dass die Johanniter auf uns zugekommen sind«, so Frank Tischer, Bürgermeister der Gemeinde Sallgast.

 

Durch einen RUNDSCHAU-Artikel sei man auf die missliche Lage der »Lüttchenzwerge« aufmerksam geworden, betonte Matthias Rudolf, Regionalvorstand im Regionalverband der Johanniter Südbrandenburg. »Wir haben dann sofort Kontakt mit Frank Tischer aufgenommen und unsere Hilfe angeboten«, resümierte er. Nach Aussagen von Sallgasts Bürgermeister sei die Übernahme in Zusammenarbeit mit der Elterninitiative »Kinderglück«, dem Amt Kleine Elster, dem Amtsausschuss, den Gemeindevertretern und der Unterstützung durch Cordula Mittelstädt vom Kreisjugendring in die Wege geleitet worden. Wie Matthias Rudolf betonte, bringen die Johanniter genügend Erfahrung im Bereich Kitas mit. »Zwei Einrichtungen in Cottbus sind in unserer Trägerschaft.« Nun sei mit der Kita in Göllnitz eine Einrichtung im Elbe-Elster-Kreis hinzu gekommen. Große Veränderungen habe es bisher nicht gegeben. »Wir wollen die Projektarbeit in der Kita verstärken«, sagte Lydia Bagola, die bei den Johannitern als Koordinatorin für die Kinder- und Jugendarbeit zuständig ist. Als Beispiel zählte sie das Vorhaben »Schlaumäuse« auf. Hierbei gehe es um die Sprachförderung für Kinder ab drei Jahren. Dafür würden Computer eingesetzt.

Derzeit besuchen 15 Kinder die Einrichtung. Darunter sind acht Kindergarten- und sieben Hortkinder. Die Kleinen kommen aus Dollenchen, Wormlage und Göllnitz. »Doch wir brauchen noch mehr Kinder«, so Petra Lichtenau.

 

Schließlich waren es auch mangelnde Kinderzahlen, die die Kindertagesstätte in finanzielle Schwierigkeiten brachte. Betreut werden die Kleinen von drei Erziehern. Neben Petra Lichtenau, die als einzige von der alten Besetzung übrig blieb, wurden zwei Berufsanfänger eingestellt.

 

»Wir wollen auch jungen Absolventen eine Chance geben«, so Matthias Rudolf. Für die Hortkinder wurde der Hortbereich umgebaut. »Zu den Auflagen, die wir erfüllen mussten, gehörte unter anderem, dass wir für die Mädchen und Jungen getrennte Toiletten haben«, erklärte der Regionalvorstand. Natürlich hofft auch er, dass in Zukunft noch weitere Kinder in die Kita »Lüttchenzwerge« kommen. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es schon, wie Kita-Leiterin Petra Lichtenau verriet: »Für Oktober haben wir bereits eine Neuanmeldung.

 

« Mit einem Tag der offenen Tür im September sollen Eltern die Möglichkeit erhalten, die Einrichtung kennenzulernen. »Bei diesem Anlass soll auch die neue Trägerschaft durch die Johanniter gefeiert werden«, so Matthias Rudolf.

 

KiTa Göllnitz

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