Die Johanniter auf der INTERSCHUTZ 2015

Die entscheidende Messe

Mit einem über 800 Quadratmeter großen Stand, einem umfangreichen Bühnenprogramm, bei dem auch der neue Ehrenamtsfilm mit Protagonisten aus Hannover uraufgeführt wurde, und vielen Sonderaktionen warteten die Johanniter während der INTERSCHUTZ auf. Am letzten Tag lässt sich sagen: Die Messe übertraf alle Erwartungen.  Nicht nur, dass mehr Besucher –  fast 157 000 – als erwartet kamen, sondern die Gespräche, neuen Kontakte und die Stärkung bestehender Netzwerke werden zukünftige Vorhaben beflügeln. „Die INTERSCHUTZ ist die entscheidende Veranstaltung für Rettungsdienst und Katastrophenschutz“, fasste Thomas Mähnert, Landesvorstand der Johanniter in Niedersachsen und Bremen, das Messegeschehen und seine Auswirkung zusammen. „Der Austausch, die gepflegten Kooperationen mit anderen Hilfsorganisationen, Feuerwehren, staatlichen Organen sowie Partnern aus Wirtschaft und Politik ist phänomenal.“ Doch die hier geschaffene Plattform für die bundesweite Zusammenkunft von ehren- wie hauptamtlichen Mitarbeitern sei insbesondere auch innerhalb der Johanniter-Familie von großer Bedeutung. Das Highlight der Woche für die Johanniter waren jedoch die Verleihungen des Hans-Dietrich-Genscher-Preises und Johanniter-Juniorenpreises. „Es macht wirklich große Freude, Menschen, die über sich hinauswachsen und anderen helfen, auszuzeichnen“, unterstreicht Mähnert.

Hannoversches Notfallsymposium und Medical Task Force

Der letzte Tag wurde noch einmal zum Riesenereignis. Zum einen gab es den fachlichen Austausch auf dem 17. Hannoverschen Notfallsymposium. Heute standen die Zusammenhänge und das kooperative Vorgehen zwischen Rettungsdienst, Leitstelle, Polizei und Leitendem Notarzt sowie spezielle medizinische Fälle wie der Umgang mit kontaminierten Personen bzw. eine abgestufte Schmerztherapie auf dem Programm. Zum anderen zog erstmals eine besondere Ausstellung die Blicke auf sich: Der medizinische Großverband Hannover und Region Hannover unter Einbindung der Medical Task Force (MTF) 7 in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) präsentierte sich in einer besonderen Stärke. Mit 147 ehrenamtlichen Helfern und 27 Fahrzeugen der Feuerwehr Hannover, dem Deutschen Roten Kreuz und der Johanniter-Unfall-Hilfe unter anderem mit sieben Gerätewagen Sanität und dem zusätzlichen Dekontaminationszug Personen kam eine beeindruckende Präsenz zustande. Das Außergewöhnliche dieses Großverbands, der im Katastrophenfall bzw. bei gesundheitlichen Gefahrenlagen zum Einsatz kommt, ist die zentrale Aufstellung und Verfügbarkeit in und um Hannover. Ansonsten werden in Niedersachsen, dem zweitgrößten Flächenland Deutschlands, eine Einheit aus verschiedenen Standorten zusammengestellt, „hier vor Ort in und um die Landeshauptstadt herum ist das anders“, erläuterte Michael Homann, Abteilungsführer der MTF 7 und Fachbereichsleiter Bevölkerungsschutz im Landesverband Niedersachsen/Bremen der Johanniter der Leiterin des BBK-Präsidialbüros, Beate Coellen, beim Rundgang.

Rettungshunde und Blaulicht

Aber auch Labrador Shari, Labrador-Windhund-Mischling Lotta und der altdeutsche Schäferhund Hulle hatten heute ihren Starauftritt. Auf der Bühne des Johanniter-Stands in der Halle 26 zeigten sie mit ihren Frauchen Gabi Ranft, Patricia Bartels und Maria Miechowski zum Beispiel wie sie Personen auffinden und dies anzeigen. Die Johanniter-Rettungshundeteams im gesamten Landesverband sind ein wichtiger Bestandteil des Bevölkerungsschutzes, die immer wieder bei der Suche von vermissten oder verschütteten Personen eingesetzt werden. Die Vorführung war die Hauptattraktion am Abschlusstag bei Alt und Jung. Eine ereignisreiche Woche des Blaulichts fand in einem Sirenenkonzert einen lautstarken Abschluss.