Absicherungskarte für Verkehrsteilnehmer

Hannover , 20. Juni 2013

In einer Woche beginnen in Niedersachsen und Bremen die Sommerferien. Das Wetter spielt auch endlich mit, also nichts wie Koffer packen und ab in den Urlaub. Zwar möchte niemand kurz vor der Reisezeit über Zwischenfälle nachdenken. Mit ein paar Tricks und der Absicherungskarte der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) kann aber jeder Autofahrer die eigene Sicherheit im Fall der Fälle erhöhen. Die Johanniter haben ein eigens entwickeltes Konzept, mit dem sie ihre Mitarbeiter zum Thema Absicherung an Einsatzstellen schulen und das auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer wichtige Impulse enthält.

 

„Kein Warndreieck aufgestellt, keine Warnweste angelegt, nicht hinter der Leitplanke“, zählt Hans-Günther Hackmann auf. Als Mitglied der Motorradstaffel der Johanniter trifft er oftmals als erster an Unfallstellen auf Autobahnen ein oder sichert liegengebliebene Fahrzeuge ab. Noch schlimmer als im Auto sitzen bleiben sei nur, dabei auch nicht angeschnallt zu sein. Doch trifft die Autofahrer keine Schuld. Die Fahrschule ist oft lange her und die wenigsten hatten schon einmal eine Panne, geschweige denn einen Unfall. Doch mit ein paar Tricks und der Absicherungskarte der Johanniter können sich Autofahrer auf die Ferienzeit vorbereiten.

 

„Jeder sollte wissen, wo das Warnmaterial im eigenen Auto verstaut ist und wie es zu verwenden ist“, empfiehlt Kersten Enke, Leiter der Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Hannover. Warnwesten seien zwar noch nicht Pflicht, garantierten aber eine gute Sichtbarkeit und sollten griffbereit in den Seitentaschen aller Sitzplätze liegen – in den meisten Fällen sind das vier. Autofahrer sollten zudem wissen, wo das Warndreieck ist, wie es aufgebaut wird und in welchem Abstand es zur Unfallstelle aufgestellt werden muss. „Der fließende Verkehr birgt Gefahren, vor denen der Seitenstreifen nur wenig Schutz bietet. Deshalb empfehlen wir: Raus aus dem Auto und hinter die Leitplanke“, betont Enke.

 

Kersten Enke ist Mitinitiator der Projekts Absicherung an Einsatzstellen. Die JUH entwickelte es, nachdem einer ihrer Mitarbeiter tödlich verunglückte – er hatte einem liegengebliebenen Autofahrer helfen wollen und wurde vom Gegenverkehr übersehen. Als Reaktion darauf entstanden ein Lehrkonzept und Unterrichtsmaterialien für die Mitarbeiter der JUH. Kernstück dabei ist der Lehrfilm, der mit Unterstützung der Polizei auf Autobahn und Landstraße professionell gedreht wurde. Doch nicht nur für die eigenen Mitarbeiter ist gesorgt. Eine Karte fasst für alle Verkehrsteilnehmer in Stichworten zusammen, worauf bei der Absicherung einer Unfallstelle zu achten ist. Das praktische A6-Format passt bequem hinter die Sonnenblende eines jeden PKW.

Die Absicherungskarte steht zum Download unter www.johanniter.de/absicherung bereit oder kann mit einem frankierten Rückumschlag angefordert werden:

 

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Landesgeschäftsstelle

Stichwort: Absicherung

Kabelkamp 5

30179 Hannover.