Landesvertreterversammlung der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Hannover, 11. September 2017

Erste Versammlung durch neue Landesvorstände Uwe Beyes und Hannes Wendler geleitet. Wahl neuer Delegierter

Vertreter der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) aus den fünf Regionalverbänden (RV) und den dazugehörigen Ortsverbänden des Landesverbands Niedersachsen/Bremen trafen sich zur Landesvertreterversammlung in Hannover. Kurz nach ihrer Amtseinführung Ende August übernahmen die beiden neuen Landesvorstände die Leitung der wichtigen Vereinssitzung: Nach der Begrüßung durch Hannes Wendler überbrachte Uwe Beyes die Grüße von Thomas Mähnert mit etwas Wehmut, da die Veranstaltung nun seit über 20 Jahren das erste Mal ohne den jetzigen Bundesvorstand und ehemaligen Landesvorstand stattfand.

Die Wahlen

Schwerpunkt der Sitzung waren die anstehenden Wahlen der ehrenamtlichen Delegierten und Landesrechnungsprüfer in Niedersachsen und Bremen. Die amtierenden Delegierten Ralf Kölling aus Hannover und Dirk Dreschel aus Salzgitter standen zur Neuwahl nicht mehr zur Verfügung. Als Nachfolger wurden gewählt: Thomas Lemke, ehrenamtlicher Regionalvorstand in Weser-Ems, und Steffen Bahr, ehemaliger hauptamtlicher Regionalvorstand in Südniedersachsen und dort jetzt als Helfer ehrenamtlich engagiert. Neue Stellvertreter wurden Dietmar Krüger (RV Niedersachsen Mitte) und in Abwesenheit Knut Vieweger (RV Bremen-Verden). Gisela Göhler (RV Weser-Ems) schied als Landesrechnungsprüferin aus. Als Nachfolgerin wurde in Abwesenheit Anna Recklies (RV Niedersachsen Mitte) gewählt. Sie bildet ein Team mit dem wiedergewählten Holger Lampe (RV Bremen-Verden). Stellvertreter wurde Claus Bollermann aus Niedersachen Mitte.

Bericht des Landesvorstands

Bei der Veranstaltung stellte Uwe Beyes den Bericht des Landesvorstands, der von Herbst 2015 bis jetzt reichte, vor. Als Rückblick über die komplexen Geschehnisse – „die Arbeit von uns allen“, wie Beyes sagte – wurden einige Schwerpunkte ausgewählt. Mit der „Mission Bevölkerungsschutz“ möchte die Johanniter-Unfall-Hilfe den Bevölkerungs- bzw. Katastrophenschutz zentral in die Öffentlichkeit direkt zu den Bürgern und der Politik bringen. Dies ist mit der Roadshow 2017 an über 20 Standorten und 36 Veranstaltungstagen gut gelungen. Beyes hob dabei die Beteiligung an der IdeenExpo in Hannover und am Tag der Niedersachsen in Wolfsburg exemplarisch hervor. Die in die „Mission Bevölkerungsschutz“ eingebundene Ehrenamtskampagne „Helden bitte melden“ verzeichnete ebenfalls eine große Wirkung. Derzeit würden die Zahlen der Neuzugänge zusammengetragen und ausgewertet. Timo Brüning, Leiter der Schnell-Einsatz-Gruppe, konnte berichten, dass allein 41 neue ehrenamtliche Helfer im Ortsverband Wunstorf-Steinhuder Meer gewonnen werden konnten.

Der Landeswettkampf 2016, ausgetragen im Jugendcamp Otterndorf der Landeshauptstadt Hannover, war ein besonderes Glanzlicht. Über 1200 Johanniter kamen zusammen, um sich die Wettkämpfe der Mannschaften anzuschauen bzw. sich daran zu beteiligen. Erstmals nahmen hier auch Teams aus dem Bereich der Kindergärten und Gesamtschulen teil. Die Gewinner in den klassischen Bereichen der Rettung werden in knapp zwei Wochen am Bundeswettkampf am Deutschen Eck in Koblenz um den Bundessieg kämpfen.

Das Integrationsmanagement stellt einen zukunftsorientierten, intensiven und umfangreichen neuen Fachbereich dar. Verantwortet von Bereichsleiterin Angela Weick und dem zuständigen Fachbereichsleiter Björn Menkhaus sind in allen fünf Regionalverbänden Integrationsmanager tätig. Auch an der Johanniter-Akademie wurde eine Stelle für Integration geschaffen. Dort wird unter anderem die Ausbildung von Geflüchteten als Rettungssanitäter inklusive zielgerichteten Deutschunterricht und Führerschein-Erwerb gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund angeboten („Schutzsuchender als Lebensretter“). Heute sind die Johanniter in 22 Einrichtungen mit knapp 7000 Plätzen beteiligt. Die Integrationsarbeit fokussiert sich auf die Teilbereiche Gesundheit, Sprache und Bildung, Ausbildung und Beruf sowie Wohnen und dezentrale Unterbringung.

Eine Hauptaufgabe der JUH ist die Jugendarbeit im eigenen Verband. Im Verhältnis zu den Einwohnerzahlen der Bundesländer nimmt der Landesverband mit 108 Gruppen und 1500 engagierten jungen Menschen bundesweit Platz zwei ein. Die Johanniter-Jugend hat sich aktuell auf die Fahnen geschrieben, den Schulsanitätsdienst stärker einzubeziehen und bewusster an die eigenen Jugendgruppen zu binden.

Des Weiteren ließ Uwe Beyes die Personalentwicklung und die personellen Veränderungen in den letzten zwei Jahren Revue passieren und informierte über die Aufteilung der Aufgabenfelder im Landesvorstand sowie über die Strukturveränderung der Landesgeschäftsstelle. Danach fasste Beyes die wirtschaftliche Entwicklung des Landesverbands sowie der einzelnen Regionalverbände zusammen.

Berichte der Delegierten, der Landesrechnungsprüfer und des Landesausbildungsleiters

Der scheidende Delegierte Ralf Kölling berichtete aus der Delegiertenversammlung, die jährlich tagt. Unter anderem werden dort die Berichte des Präsidiums, Bundesvorstands und der Bundesjugendleitung entgegen- sowie die Entlastung des Vorstands und der anderen Gremien vorgenommen. Die Delegiertenversammlung nominiert auch Persönlichkeiten für das Amt des Präsidenten, wählt den Vizepräsidenten und die Vizepräsidentin sowie die Mitglieder des Präsidiums. Auch können hier Änderungen der Satzung vorgenommen werden. Es folgte der Bericht der Landesrechnungsprüfer durch Gisela Göhler. Der Landesausbildungsleiter Thomas John informierte zu den Themen Medizinische Erstversorgung mit Selbstschutzinhalten, Erste Hilfe kompakt, Sanitätshelfer-Aus- und fortbildung und dem Jahresschwerpunkt Erste Hilfe am Kind. Aufgrund von Nachwuchssorgen der Regionalausbildungsleitungen soll pro Regionalverband ein Lehrbeauftragter zur Verfügung stehen. Außerdem kündigte John an, dass Stefanie Fichtner als stellvertretende Landesausbildungsleiterin erkoren wurde. Sie ist dafür aus dem Amt der Landesjungendleiterin ausgeschieden.

Sonstiges

Es wurde angeregt, kürzere Jahresschritte bei Auszeichnungen und Ehrungen vorzunehmen und zusätzlich das Anerkennungsverfahren um eine Auszeichnung für eine 60-jährige Mitgliedschaft zu erweitern.

Landesvertreterversammlung am 9.9.17

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