Neue Basis für das Team der Luftrettung

Hannover, 17. November 2017

Rettungsteam von Christoph 4: Volker Hubrich, Notärztin Rosalie Petereit, Pilot Roman Polzer und Dr. Christian Macke.
Foto. MHH/Karin Kaiser

Mit der Zentralen Notaufnahme (ZNA) der MHH ist auch der Luftrettungsstützpunkt Christoph 4 umgezogen: Die neue Basis steht auf der oberen Parkebene schräg gegenüber dem neuen ZNA-Eingang und ist im oberen Bereich direkt mit dem Hubschrauberlandeplatz verbunden. Das zweistöckige silberfarbene Gebäude bietet mehr Platz und eine modernere Ausstattung für das Rettungsteam.

Mit rund 1.600 Einsätzen pro Jahr gehört Christoph 4 zu den einsatzstärksten unter den 52 Rettungshubschraubern in Deutschland. „Im Sommer sind wir von 7 bis 21.45 Uhr unterwegs, im Winter von 8.30 bis 16.30 Uhr“, sagt Volker Hubrich, leitender Notfallsanitäter und HEMS-TC (Helicopter Emergency Medical Service Technical Crew Member). Durchschnittlich fünf Mal am Tag wird das Hubschrauberteam, bestehend aus Notarzt, HEMS-TC und Pilot, zu einem Einsatz gerufen, bei dem es oft um Leben und Tod geht. „Wir kümmern uns vor allem um internistische und neurologische Notfälle wie Herzinfarkte und Schlaganfälle, Verletzungen durch Verkehrs- und Arbeitsunfälle sowie um Kindernotfälle“, erklärt Dr. Christian Macke, ärztlicher Leiter des Luftrettungszentrums. Das Team ist immer in Alarmbereitschaft. Nur 90 Sekunden nach einem Notruf hebt die Crew bereits mit dem Rettungshubschrauber ab. Durchschnittlich acht Minuten nach dem Start ist sie am Einsatzort, und weitere 33 Minuten später – nach Notfallbehandlung und Transport in die am besten geeignete Klinik in der Nähe – kann der Patient dort weiterbehandelt werden.

Solche Rettungseinsätze brauchen eine gute Infrastruktur, und dazu gehört eine geeignete Einsatzzentrale. „Die alte Basis war extrem klein und auch nicht mehr gesetzeskonform“, erinnert sich Volker Hubrich. „Wir konnten dort nur sehr beengt arbeiten.“ Das Gebäude war 32 Jahre lang eine Interimslösung – so wie die Zentrale Notaufnahme auch. Die neue Basis bietet wesentlich mehr Platz. So gibt es dort einen größeren Aufenthaltsraum mit einer modernen Küchenzeile sowie jeweils einen eigenen Ruheraum für den Piloten und den  HEMS-TC. Auch der Dienstraum mit Blick auf das Landedeck ist größer und vor allem moderner ausgestattet. Im Dienstraum befinden sich drei Arbeitsplätze mit Computer für den Notarzt, den HEMS-TC und  den Piloten. Auf der oberen Ebene des Gebäudes befinden sich außerdem ein Umkleideraum mit Spinden, ein Sanitärraum mit Toiletten und Duschen, ein Lagerraum für Medikamente und Material sowie ein Raum zur Reinigung der medizinischen Geräte.

Notfallpatienten werden liegend per Fahrstuhl vom Landedeck auf die Ebene der Zentralen Notaufnahme transportiert und dort dem ZNA-Team übergeben. Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes hat die Berufsfeuerwehr Hannover einen ihren Standorte. Dort gibt es eine Garage für ein Notarzteinsatzfahrzeug, einen Dienst- und einen Ruheraum für den Notfallsanitäter der Berufsfeuerwehr Hannover sowie einen Sanitärraum.

An der Luftrettung mit Christoph 4 sind mehrere Institutionen beteiligt. Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Niedersachsen/Bremen ist für den Dienstbetrieb des Hubschraubers verantwortlich und stellt die Notfallsanitäter und HEMS-TC, also Volker Hubrich und seine Kollegen, zur Verfügung. Die Bundespolizei, Fliegerstaffel Nord Stützpunkt Gifhorn, führt die Wartung und Instandhaltung des Hubschraubers durch und stellt die Piloten. Die MHH-Klinik für Unfallchirurgie hat die ärztliche Leitung, von hier kommen die Notärzte, also Dr. Christian Macke und seine Kolleginnen und Kollegen. Träger des Luftrettungsstützpunktes ist das Land Niedersachsen. Der Stützpunkt wird so lange in der neuen Basis bleiben, bis die Hauptgebäude der MHH neu gebaut werden.

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