Große Hilfsaktion im Zeichen der Nächstenliebe

Natalia Shapovalova - Salzgitter, 11. Dezember 2017

Bunte Stifte, reichlich Kleber, jede Menge Glitzer und Aufkleber wurden gestern in der Johanniter-Kita „Fredolino“ in Salzgitter-Fredenberg beim Verpacken der Päckchen für die Hilfsaktion „Johanniter-Weihnachtstrucker“ verwendet. Die Mädchen und Jungen der Krippen- und Kindergartengruppe hübschten 15 Kartons mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln auf, die für notleidende Menschen in Südosteuropa angedacht sind, und machten sie reisefertig. Die Pakete werden noch bis zum 15. Dezember gesammelt und zwischen Weihnachten und Silvester von vielen ehrenamtlichen Johanniter-Helfern in vier LKW-Konvois nach Rumänien, Bosnien und Albanien gebracht.

Für unsere Region ist es eine Premiere. Die Aktion startete ursprünglich in Bayern, nach und nach wurde sie auch in den anderen Teilen Deutschlands bekannt. Sagenhafte 56.000 Pakete aus ganz Deutschland konnten im letzten Jahr bedürftigen Familien übergeben werden.

Auch die Johanniter-Kita „Fredolino“ hat sofort ihre Hilfe zugesagt. „Wärme, ein Dach über dem Kopf, Lebensmittel – das steht uns allen in Deutschland zur Verfügung. Natürlich haben wir auch hier, in Salzgitter, arme Menschen. Doch die Armut, die in Südosteuropa herrscht, können wir uns so gar nicht vorstellen“, erklärt Jasmin Noack, Leiterin der Johanniter-Kita „Fredolino“ ihre Entscheidung, die Aktion zu unterstützen. Umso mehr freut sie sich über den Zuspruch, den die Aktion erfahren hat. „Ich bin wirklich baff. Ich habe mit so einer Resonanz bei den Kindern, ihren Eltern und meinen Mitarbeitern gar nicht gerechnet.“

Mit ganz viel Spaß bei der Sache waren die Mädchen und Jungen bei der Weihnachtswerkstatt dabei. Viele kleine flinke Hände befüllten die Kartons mit Mehl, Zucker, Reis, Nudeln, Öl, Kakao, Schokolade und Keksen. Auch Zahnpasta und –bürsten, Handcreme und Duschgel wurden in den Paketen verstaut. Für noch mehr Freude bei den Päckchen-Empfängern sollen auch persönliche Grüße, sei es ein buntes selbstgemaltes Bild, eine nette Weihnachtskarte oder ein kleines Spielzeug, sorgen.

Oliver Schiff und Torben Glag, Johanniter-Helfer, die das Projekt koordinieren, freuen sich über die Spenden. Denn jedes einzelne Paket kommt den Menschen zugute, die es wirklich brauchen. „Natürlich ist es aufwändig, so eine Aktion ehrenamtlich auf die Beine zu stellen“, betont der 25-jährige Glag, der hauptberuflich als Mediengestalter arbeitet. „Aber das ist Aufwand, den man gerne auf sich nimmt. Und man wird mit dem guten Gefühl belohnt, dass man den Leuten, die nichts haben, ein Stück Lebensqualität geben konnte.“

Wird denn die Aktion nächstes Jahr wiederholt? „Aber selbstverständlich“, gibt Oliver Schiff ohne zu zögern an. „Wir möchten die Leute sensibilisieren, auch an die anderen zu denken, die es nicht so gut haben wie wir. Die Aktion ist in meinen Augen ein Zeichen der Nächstenliebe und wir als Johanniter leben das auch.“



Auch Johanniter-Kita "Helifanten" aus Salzgitter unterstützte die Aktion "Johanniter-Weihnachtstrucker"

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