Mit Ehrenamt gegen Egoismus in der Gesellschaft

Bettina Martin - Hannover, 14. Dezember 2017

Michael Homann, Dienststellenleiter im Ortsverband Hannover-Wasserturm, zeigte der Bundestagsabgeordneten Dr. Maria Flachsbarth (CDU) die Fahrzeughalle und erklärte ihr die Aufgabenbereiche der Johanniter.
Foto: Johanniter/Bettina Martin

Rettungsdienst, Katastrophenschutz, aber auch Pflege oder Kinderbetreuung: Welches breite Angebotsspektrum die Johanniter-Unfall-Hilfe bietet, erfuhr die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Maria Flachsbarth jetzt bei ihrem Besuch im Regionalverband Niedersachsen Mitte. Gemeinsam mit Regionalvorstand Hermann Fraatz, Michael Homann, Dienststellenleiter im Johanniter-Ortsverband Hannover-Wasserturm, und Wolfram Knust, stellvertretender Dienststellenleiter im Ortsverband Deister, sprach sie über die Wichtigkeit des Ehrenamts und signalisierte Unterstützungsbereitschaft für die Belange der Johanniter.  „Ich sehe den Wert für die Struktur unserer Gesellschaft“, machte Maria Flachsbarth deutlich. „Die Menschen schauen heute eher, wo sie selbst bleiben statt sich für andere zu engagieren.“  Ehrenamt sei aber auch teuer, sagte Hermann Fraatz. Umso wichtiger seien  Fördermitglieder, die mit ihren Beiträgen die Ausbildung und Ausrüstung der ehrenamtlichen Kräfte fördern und so aktiv zum Beispiel den Katastrophenschutz unterstützen.

Was zum Katastrophenschutz dazu gehört, demonstrierte Michael Homann. Er führte die Bundestagsabgeordnete durch die Fahrzeughallen des Ortsverbands Hannover-Wasserturm. Dort erklärte er anhand der zahlreichen Wagen die Aufgaben der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter – vom Rettungsdienst über Organtransport bis hin zur Verpflegung im Katastrophenfall.

Die Christdemokratin informierte sich außerdem über die Arbeit der Johanniter in Flüchtlingswohnheimen. Maria Flachsbarth begrüßte, dass dort nicht nur Sprache gelehrt werde, sondern auch deutsche Alltagskultur vermittelt werde. Die Johanniter in Ronnenberg wollen in Zukunft außerdem versuchen, den Kontakt zu dezentral untergebrachten Flüchtlingen zu verstärken, berichtete Wolfram Knust.