Ferienabenteuer für Kinder und Jugendliche

Hannover, 22. März 2018

Kreisrunde Rutschen und fliegende Eichhörnchen

„Die Rutsche ist voll cool“, fand die siebenjährige Sahar aus dem Flüchtlingswohnheim Vahrenheide der Johanniter. Sie durfte zusammen mit 24 anderen Kindern und einigen Erwachsenen am 22. März zum Spielen in den Tumultus Spielepark fahren. Möglich wurde dieser Ausflug in den Osterferien mit der Unterstützung vom Integrationsbeirat Bothfeld-Vahrenheide, der insgesamt 800 Euro für Angebote für Kinder und Jugendliche bereitgestellt hatte. Die Begeisterung war dem Mädchen deutlich anzumerken. „Die Rutsche ist wie ein Kreis, da sieht man nichts“, erzählte sie aufgeregt. Ihre Freundin Tabasum hatte große Freude am großen Trampolin und vor allem am Kletterparcours gefunden. „Das macht am meisten Spaß“, verriet die Neunjährige.

Die Kinder nutzten die Spielgeräte und den Platz vor Ort richtig aus. Trampolin springen, rutschen, Fußball spielen oder einfach wild umher laufen – die Kinder hatten ihren Spaß. Vor allem bot der Spielepark auch den Kleinsten Spielmöglichkeiten. Ein Vater nutzte die Gelegenheit und tauchte mit seiner kleinen Tochter im Bällebad unter. Die Augen der Kleinen leuchteten, als sie die bunten Bälle immer wieder hinunterwarf. „Ohne diese Spende wäre dieser Besuch hier nicht möglich gewesen“, sagt Claudia Diedermann vom Flüchtlingswohnheim Vahrenheide. Für die Bewohner, die zum Beispiel aus Syrien, dem Irak, Afghanistan oder Marokko kommen, war es eine willkommene Abwechslung im Alltag.

Die Jugendlichen aus der Einrichtung hatten zwei Tage zuvor Schwindelfreiheit bewiesen: Insgesamt neun Teilnehmer zwischen 12 und 16 Jahren besuchten am 20. März den Seilgarten Hannover. Eine schaukelnde Hängebrücke überqueren, von einer Plattform auf die andere springen und in fünf Metern Höhe auf einem schmalen Baumstamm balancieren – damit begann der Nachmittag in den Bäumen. Später erklommen die Jugendlichen die so genannte „Himmelsleiter“, eine 20 Meter lange Strickleiter, und genossen einen einmaligen Blick über Hannover.

Die 16-jährige Anahita zeigte wenig Angst. „Das Springen war am besten“, fand sie. Unterstützung erfuhren Anahita und die anderen Teilnehmer von der ganzen Gruppe.  „Es macht Spaß, mit Freunden unterwegs zu sein“, erklärte der 14-jährige Suleyman, „wir feuern uns gegenseitig an und jeder hat ein Ziel vor Augen.“ Die erlebnispädagogischen Trainer Anke Olbrischewski und Jonas Robrecht vermittelten Ruhe und Sicherheit, während die Jugendlichen – der ein oder andere mit Herzklopfen – die nächste Aufgabe angingen. So gelang es ihnen, Ängste zu überwinden und ihr Selbstvertrauen zu stärken.

Zum Schluss war noch einmal Teamgeist gefragt. Bei der Übung „Fliegendes Eichhörnchen“ zogen die Jugendlichen jeweils einen aus der Gruppe per Flaschenzug-System etwa zehn Meter blitzartig in die Höhe und ließen ihn dann sachte wieder zu Boden. Johanniterin Agnieszka Dikutz-Nowak, die als Sozialpädagogin im Flüchtlingswohnheim arbeitet, freute sich über die gelungene Aktion: „Dieses Angebot haben wir speziell für die Jugendlichen initiiert. Wir wollten sie ein bisschen herausfordern und die Gruppendynamik stärken. Am Ende konnte jeder ein Erfolgserlebnis für sich verbuchen.“