Workshop "Vielfalt verbindet" im Ehrenamtszentrum

Hannover, 10. März 2018

Zwölf Johanniterinnen aus Hannover erweiterten ihre interkulturellen Kompetenzen

Was ist Vielfalt? Welche Bedeutung hat sie für den Alltag? Was trennt und was führt Menschen zusammen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigten sich zwölf ehrenamtliche Johanniterinnen aus dem Ortsverband Hannover-Leine beim Workshop "Vielfalt verbindet". Die Ehrenamtlichen betreuen im Besuchsdienst Senioren, begleiten im ambulanten Hospizdienst kranke und sterbende Menschen oder arbeiten im Demenzprojekt der Johanniter in Hannover.

Ruth Hartmann und Durdane Erserker vom Regionalverband NiedersachsenMitte leiteten das Programm. Die Teilnehmerinnen diskutierten angeregt über kulturelle Identität, den Umgang mit Vorurteilen und neue Möglichkeiten sich zu begegnen. Manche Teilnehmerinnen sahen sich das erste Mal mit dem Thema konfrontiert, andere betrachteten kulturellen Austausch längst als Teil ihres Alltags.

Die Diskussion verdeutlichte, wie vielschichtig das Thema Vielfalt sein kann. „Vielfalt ist Neues zu lernen: Menschen verstehen, kennen lernen, kommunizieren können“, erläuterte Nushin Shaghaldi ihre Sichtweise. „Vielfalt heißt für mich, eigener Grenzen bewusst zu werden und die eigenen Möglichkeiten zu erweitern“, sagte Eugenie Sluonsky. Für Irmtraud David standen gegenseitiger Respekt und Toleranz im Mittelpunkt und Karin Moelle stellte klar: „Mich interessiert am Thema Vielfalt einfach alles, weil ich so furchtbar neugierig bin.“

Im Verlauf des Vormittags beschäftigten sich die Teilnehmerinnen mit Religion, Mehrsprachigkeit, Normen und Werten sowie Veränderungen im alltäglichen Umfeld. Auch Themen aus der ehrenamtlichen Praxis wie verschiedene Sterbekulturen kamen zur Sprache. „Vielfalt ist etwas Positives, das manchmal eine Herausforderung ist“, fasste Ruth Hartmann zusammen

"Vielfalt verbindet" ist ein Projekt der Johanniter im Landesverband Niedersachsen/Bremen. Mitarbeiter und Ehrenamtliche stärken in Workshops ihre interkulturellen Kompetenzen, entwickeln ein Bewusstsein für verschiedene kulturelle Zugänge und reflektieren ihre eigene Verortung in unserer Gesellschaft.