Tür auf für den „Treffpunkt Begegnung und Beratung“

Lamspringe, 06. Dezember 2017

Johanniter stellen neues Gemeinwesenprojekt in Lamspringe vor

Hand in Hand zusammengearbeitet: (v.l.n.r.): Marie Henners, Integrationsmanagerin bei den Johannitern in Südniedersachsen, Birgit Lillig aus dem Bereich Migration und Integration im Landkreis Hildesheim, Valerie Seeger, Mitarbeiterin der Johanniter im Quartiersmanagement in Lamspringe, Franziska Nyitrai, Quartiersmanagerin für das Projekt "Gemeinsam Lamspringe" und kommunale Integrationshelfern der Johanniter und Lamspringes Bürgermeister Andreas Humbert.

Foto: Johanniter/Nadine Triebel

Unter dem Motto „Gemeinsam Lamspringe“ haben die Johanniter am Nikolausabend in der Hauptstraße eine neue Begegnungsstätte feierlich eröffnet. Der „Treffpunkt Begegnung & Beratung“ soll der gegenseitigen Nachbarschaftshilfe dienen.

„Mit dem Gemeinwesenprojekt möchten wir künftig bereits vorhandene Strukturen, wie beispielsweise den Runden Tisch, den Abend der Begegnung, die Kleiderkammer oder den jungen Arbeitskreis „Netzwerk Senioren“ unterstützen“, berichtete Franziska Nyitrai, die als Quartiersmanagerin das Projekt „Gemeinsam Lamspringe“ leitet und darüber hinaus auch als kommunale Integrationshelferin für die Gemeinde tätig ist. Neben Senioren und Geflüchteten stehen die Räumlichkeiten auch für alle anderen Einwohner Lamspringes offen.

Bürgermeister Andreas Humbert betonte, dass ein Projekt dieser Art einzigartig im Landkreis Hildesheim ist: „Ich freue mich, dass die Gemeinde mit den Johannitern „Gemeinsam Lamspringe" mit Leben füllen wird. Wir arbeiten mit der Hilfsorganisation sehr verlässlich zusammen und hoffen dies auch weitere Jahre fortzuführen.“ Franziska Nyitrai schloss sich in ihrer Ansprache an: „Nur gemeinsam können wir Großes bewegen.“

Das neue Projekt orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger in Lamspringe. Daraus sollen bedarfsorientierte Angebote für die Einwohnerinnen und Einwohner des Ortes geschaffen werden. Unterstützt wird Nyitrai dabei von ihrer Mitarbeiterin Valerie Seeger.

Ergänzt wird das Angebot durch verschiedene Beratungen, zum Beispiel durch das Jugendamt und durch die Seniorenberatung. Dienstags und mittwochs wird die Integrationsberatung für Menschen mit Fluchterfahrung und die ehrenamtlichen Unterstützer fortgeführt.

Im August dieses Jahres erhielten die Johanniter eine Förderung vom Land Niedersachsen für das Gemeinwesenprojekt in Höhe von 70.000 Euro. „In der Gemeinde Lamspringe gibt es viele Vereine, Angebote und engagierte Privatpersonen. Leider bleiben aber auch hier im Alltag trotz großer Offenheit aller Seiten die verschiedenen Gruppen dann doch unter sich", berichtete Marie Henners, Integrationsmanagerin bei den Johannitern in Südniedersachsen.

Das sei auch der entscheidende Punkt gewesen, diese Gelegenheit zu nutzen, um das vorhandene Angebot weiter auszubauen, besser miteinander zu vernetzen und durch den Austausch das Miteinander aller Menschen in der Gemeinde zu fördern.

Im regelmäßigen Austausch mit den Ehrenamtlichen vor Ort sei der Bedarf einer Anlaufstelle und einer hauptamtlichen Unterstützung für die Realisierung der Ideen, wie etwa gemeinsame Veranstaltungen, sichtbar geworden. „Die Förderung des Landes kam daher wie gerufen“, erklärte Henners.