Drei neue Zugführer und jede Menge Erkenntnisse

Stefan Greiber - Nordenham, 16. Februar 2013

Erste Fachtagung Bevölkerungsschutz der Johanniter-Regionalbereitschaft

Mehr als 60 Führungskräfte der Johanniter-Unfall-Hilfe aus den Bereichen Katastrophen- und Bevölkerungsschutz im Regionalverband Weser-Ems haben sich zur 1. Fachtagung Bevölkerungsschutz in Nordenham getroffen. Unter Leitung von Regionalbereitschaftsführer Martin Hilse und Markus Wedemeyer, Ortsbeauftragter des gastgebende Ortsverbandes Nordenham, ging es vor allem um die Aufarbeitung der Einsätze aus dem vergangenen Jahr und die Planung für 2013. Zudem haben die Regionalvorstände Wilfried Barysch und Hans-Ulrich Diers drei neue Zugführer ernannt: mit Michael Will vom Ortsverband Oldenburg, Torsten Dallmeyer vom Ortsverband Ahlhorn und Heinrich Nannenga vom Ortsverband Emden verfügt die Regionalbereitschaft Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe jetzt über sechs Zugführer.

In verschiedenen Workshop diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 18 der 20 Johanniter-Ortsverbände in Weser-Ems über Themen wie die Zusammenarbeit der Feldküchen und Betreuungsgruppen, der Aus- und Weiterbildung der Helfer, die Ausstattung der Erstversorgungstrupps (EVT), die Standardisierung von Vordrucken und vieles mehr. „Wir hatten in 2012 mit dem Landesturnfest in Osnabrück und dem Open-Air-Festival in Stemwede zwei große Sanitätseinsätze“, sagt Martin Hilse. Diese Einsätze werden über die Regionalbereitschaft abgewickelt, weil sie für einzelne Ortsverbände zu groß sind und zudem als Übung für den Katastropheneinsatz genutzt werden. „Eine Katastrophenlage tritt im Schnitt nur alle 25 Jahre auf“, erklärt Hilse.

In diesem Jahr stehen der Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg und erneut das Open-Air in Stemwede auf dem Programm. „Wir fahren nach gegenwärtigem Stand mit rund 60 Leuten nach Hamburg und übernehmen dort einen ganzen Einsatzabschnitt“, sagt Markus Wedemeyer. Es sei die Stärke der Regionalbereitschaft, dass sie nicht als einzelne Einheiten, sondern als kompletter Block mit eigener Führungsstruktur in den Einsatz gehen, erläutert Hilse. Das sei in der Vergangenheit oft die Schwäche bei großen Einsätzen gewesen. „Wir mussten feststellen, dass die Leute zwar gut ausgebildet sind, aber die Kommunikation untereinander nicht funktioniert“, sagt Wedemeyer.

Die Regionalbereitschaft Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe besteht aus zwei Zügen mit jeweils rund 60 Einsatzkräften sowie 20 Leuten als Führungspersonal und in Sondereinsatzgruppen. Gegründet wurde sie nach zwei Jahren Planung am 2. März 2012, die Alarmierung erfolgt im Katastrophenfall oder bei Großschadenslagen über die Polizeidirektionen Osnabrück beziehungsweise Oldenburg. Deshalb sind die Züge Nord und Süd deckungsgleich mit den Zuständigkeitsgebieten der Polizeidirektionen aufgestellt. Zur Führung gehören neben Hilse die stellvertretenden Bereitschaftsführer Marcel Colter vom Ortsverband Delmenhorst und Uwe Drückhammer vom Ortsverband Wilhelmshaven.