Bloß nicht zum Pflegefall werden

Weser-Ems, 22. September 2013

forsa-Umfrage der Johanniter beleuchtet Blick der Deutschen aufs Alter

Nicht mehr selbstständig entscheiden zu können oder zum Pflegefall zu werden – das sind die größten Sorgen der Deutschen, wenn sie an ihr Leben im Alter denken. Acht von zehn Deutschen teilen diese Befürchtung, die Menschen aller Altersgruppen gleichermaßen beschäftigt. So das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag der Johanniter-Unfall-Hilfe.

58 Prozent der Befragten beunruhigt auch der mögliche Verlust familiärer oder sozialer Kontakte. Hier ist das Bild in Bezug auf die unterschiedlichen Altersgruppen allerdings differenzierter: Besonders ausgeprägt ist dieser Gedanke mit 69 Prozent bei den 18- bis 29-Jährigen. Bei den über 60-Jährigen sind es noch 51 Prozent. Mit zunehmendem Alter tritt diese Sorge also offenbar gegenüber anderen, gesundheitlichen Aspekten in den Hintergrund.

Noch ein anderer Gedanke beschäftigt die Deutschen beim Blick aufs Alter: 43 Prozent der Befragten insgesamt und jeden Zweiten in der Altersgruppe ab 60 Jahren beunruhigt die Vorstellung, später die eigene Wohnung verlassen und in ein Seniorenheim umziehen zu müssen. Jeder Dritte hat zudem Sorge, im Haushalt zu verunglücken – eine Befürchtung, die laut Umfrage mit zunehmendem Alter an Bedeutung gewinnt und die befragten Frauen (39 Prozent) deutlich stärker bewegt als die Männer (24 Prozent).