Bundeswehr und Hilfsorganisationen arbeiten eng zusammen

Stefan Greiber - Wittmund, 20. Juni 2013

Mehr als 120 zivile Sanitätskräfte sichern Tag der offenen Tür ab

Einsatzbesprechungen wie hier beim Kirchentag gehören zu einem Einsatz dazu. Marcel Colter (in weißer Weste) hat für den Sanitätsdienst beim Jagdgeschwader den Einsatzbefehl geschrieben.

Wenn am Sonnabend, 29. Juni, die F-4 Phantom nach ihrem letzten Flug beim Tag der offenen Tür des Jagdgeschwaders 71 „Richthofen“ in Wittmund landet, werden die Sanitätskräfte der Bundeswehr gemeinsam mit der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und dem Malteser-Hilfsdienst (MHD) die Veranstaltung sanitätsdienstlich absichern. „Wir sind nach bisherigem Stand mit insgesamt 122 zivilen Einsatzkräften vor Ort“, sagt Martin Hilse, Regionalbereitschaftsführer Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe. Dazu werden Kräfte aus 14 Ortsverbänden der JUH und sechs Verbänden des MHD zusammengezogen.

Ein Heimspiel haben Martin Ackmann, Mirco Claassen und Fabian Becker von den Jo-hannitern. Die drei Sanitätshelfer sind Mitglied im Ortsverband Wittmund und haben ihre Prüfungen erst im vergangenen Jahr bestanden. Die Feuerprobe haben sie aber bereits hinter sich. „Wir waren beim Sanitätsdienst während des Evangelischen Kirchentags in Hamburg mit dabei“, berichtet Mirco Claassen. „Das war eine tolle Erfahrung mit Leuten aus ganz unterschiedlichen Verbänden zusammen zu arbeiten.“ Jetzt freuen sich die drei auf den Einsatz direkt vor der eigenen Haustür.

Beim Tag der offenen Tür des Jagdgeschwaders 71 arbeiten die zivilen und militärischen Einsatzkräfte in gemischten Gruppen zusammen. Probleme werden sich daraus nicht ergeben, da ein Teil der Sanitäter früher bei der Bundeswehr war oder sogar noch ist und daher deren Führungsstruktur kennt. Außerdem ist sie nicht sehr viel anders als im zivilen Katastrophenschutz. „Wir haben auch im Katastrophenfall schon oft die Erfahrung gemacht, dass die Bundeswehr und die zivilen Hilfsorganisationen hervorragend zusammenarbeiten“, betont Martin Hilse.

 

Von den Johannitern sind Sanitätshelfer, Rettungshelfer, Rettungssanitäter und Rettungsassistenten aus den Verbänden Ahlhorn, Aurich, Cloppenburg, Delmenhorst, Jeverland, Norden, Nordenham, Oldenburg, Osnabrück, Varel, Wiesmoor, Wilhelmshaven und die drei aus Wittmund dabei. Als Gäste der Regionalbereitschaft Weser-Ems gehen auch zwei Sanitätshelfer des Ortsverbandes Bremerhaven des Regionalverbandes Bremen-Verden in den Einsatz.