Hauptsache kein Grau am Himmel

Stefan Greiber - Weser-Ems, 28. Juni 2013

Regionalbereitschaft fiebern Einsatz in Wittmund entgegen

Die Johanniter des Regionalverbandes Weser-Ems fiebern dem Einsatz beim Tag der offenen Tür am Sonnabend, 29. Juni, beim Jagdgeschwader 71 „Richthofen“ entgegen – und hoffen auf gutes Wetter. „Uns macht der Regen nichts aus“, betont Marcel Colter, 1. Stellvertretender Regionalbereitschaftsführer und Einsatzleiter für die JUH beim Sanitätsdienst auf dem Bundeswehr-Flughafen in Wittmund. „Aber für die Besucher wäre es zu wünschen, dass es trocken bleibt.“ Und vor allem nicht so bewölkt, denn schon der Spottertag am heutigen Freitag litt unter der tief hängenden Wolkendecke. Die Maschinen waren schon kurz nach dem Start im trüben Grau verschwunden.


Allerdings musste die Zahl der Einsatzkräfte noch mal verringert werden. Statt ursprünglich 84 Johanniter fahren jetzt nur noch 61 mit. „Wir haben uns mit den Kollegen vom Malteser-Hilfsdienst so geeinigt, dass jede Organisation genau die Hälfte der insgesamt 122 zivilen Sanitätskräfte stellen“, erklärt Colter. Die Luftwaffe hat ausdrücklich darum gebeten, nur mit der vorher vereinbarten Zahl an Einsatzkräften zu kommen. Alle Kolleginnen und Kollegen, die jetzt kurzfristig noch eine Absage erhalten haben, bittet er um Verständnis und bedankt sich ausdrücklich für die große Bereitschaft, den Sanitätsdienst zu unterstützen. „Ganz großes Lob auch an unsere Ortsverbände, so viel Personal für einen solchen Einsatz zur Verfügung zu stellen.“


Zwölf Ortsverbände aus Weser-Ems stellen Personal vom Sanitätshelfer bis zum Rettungsassistenten zur Verfügung, darunter sind auch zwei Sanitätshelfer vom Ortsverband Wittmund. Aber sie sind nicht die einzigen, die eine Art Heimspiel haben. Auch Marcel Colter darf sich wie zuhause fühlen. Der ehemalige Sanitätssoldat, der zwölf Jahre bei der Bundeswehr gedient hat, ist auf der San-Station seiner alten Einheit eingesetzt. „Ich freue mich schon drauf, die Kameraden wiederzusehen.“


Erwartet werden beim Tag der offenen Tür des JG 71 in Wittmund rund 130.000 Besucher. Um den Ansturm in den Griff zu bekommen, wird ab 7:00 Uhr bis 22:00 Uhr die Bundesstraße 210 zwischen Isumer Kreuzung und Ogenbargen sowie die K 28 in Heglitz zwischen Alten Postweg und B 210, die K 51 ab Firma Meinex bis zur B 210 und Teile des Alten Postwegs gesperrt. Besucher sollten die Parkplätze in Aurich bei der Blücher-Kaserne, in Jackstede, in Middels, in Wittmund auf dem Schützen- und dem Marktplatz sowie beim Fliegerhorst Upjever und beim TCN Roffhausen anfahren. Es ist ein Shuttle-Verkehr eingerichtet. Grund für den Tag der offenen Tür ist die Außerdienst-Stellung der Phantom, die zum letzten Flug in Deutschland mit einer Sonderlackierung in Wittmund landet. Sie wird durch den Eurofighter ersetzt.