Johanniter aus Weser-Ems schließen Kirchentagseinsatz ab

Stefan Greiber - Weser-Ems, 05. Mai 2013

124 Hilfeleistungen und 20 RTW-Einsätze in fünf Tagen – Onken und Ehm auch außer Dienst im Einsatz

Mit dem großen Abschlussgottesdienst im Hamburger Stadtpark ist am Sonntag der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag zu Ende gegangen. Mehr als 130.000 Menschen waren gekommen, um der Predigt des englischen Bischofs Nick Baines zu lauschen und an dem Abendmahl teilzunehmen, das von 96 Pastoren und zahlreichen freiwilligen Helfern durchgeführt wurde. Für die Johanniter der Regionalbereitschaft Weser-Ems bedeutete der Abschlussgottesdienst noch einmal anstrengende Stunden. Sie hatten links der großen Bühne ihre Unfallhilfsstelle aufgebaut. Am Ende musste alleine beim Abschlussgottesdienst bei 35 Personen Hilfe geleistet werden, drei Patienten wurden mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.  


Nachdem die Johanniter aus Weser-Ems noch die Abreise der Kirchentagsbesucher sanitätsdienstlich begleitet hatten, machten sie sich gegen 14:00 Uhr auf dem Weg nach Hause. Insgesamt 15 Fahrzeuge verließen im Konvoi die Hansestadt. An Bord ein Großteil der mehr als 90 Sanitäter, die während der vergangenen fünf Tage an den Unfallhilfsstellen 2 Strandkai und 8 Stadtpark im Einsatz gewesen sind. Einige Kolleginnen und Kollegen hatten die Stadt bereits verlassen. Am Ende verzeichneten sie 124 Hilfeleistungen, 20 RTW- und einen Notarzt-Einsatz. Dazu kam noch die Rettung einer schwerverletzten Frau nach einem Verkehrsunfall durch eine Rettungswagenbesatzung, die nichts mit dem Kirchentagsgeschehen zu tun hatte.


Einen weiteren Einsatz hatten Stefan Onken vom Ortsverband Nordenham und Stefan Ehm vom Ortsverband Oldenburg in ihrer Freizeit. Beim Besuch des Kletterparks in der Nähe der Unterkunft leisteten sie bei einem Unfall Erste Hilfe. Ein Freizeitkletterer hatte das Gleichgewicht verloren und hing kopfüber im Geschirr. Mitarbeiter des Klettergartens brachten ihn zurück auf den Boden, wo die beiden Rettungssanitäter den Mann versorgten, um der Gefahr eines Hängetraumas vorzubeugen. Am Ende konnten die beiden Johanniter Entwarnung geben und der Mann wartete auf dem Boden auf seine Begleiter.

 

Nicht im Sanitätsdienst, sondern im Fahrdienst für Menschen mit Einschränkungen haben sich ebenfalls mehrere Johanniter aus Weser-Ems engagiert. Mit dabei waren Wilfried Moldenhauer und Andreas Lüken vom Ortsverband Lingen, Achim Neubauer aus Edewecht, Anne-Kathrin Milbrath aus Varel sowie Helmut Sickart, Alexander Drescher und Andreas Dierks aus Nordenham. Auch der 77-jährige Wolfgang Oehrl, Mitbegründer der Ortsverbände Wilhelmshaven und Varel und Mitglied des Johanniterordens, hatte sich hinter das Steuer eines Fahrdienstautos gesetzt. Weitere 15 Johanniter des Küchentrupps des Ortsverband Jeverland kümmerten sich um die Versorgung der hungrigen Johanniter.


Insgesamt hatten 119.466 Dauergäste den Kirchentag besucht, dazu gesellten sich mehrere hunderttausend Tagesgäste. Sie konnten wählen zwischen 883 thematischen, 657 geistlichen und 803 kulturellen Veranstaltungen sowie 110 Bibelarbeiten. Zahlreiche Prominente wie Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel und die ehemalige EKD-Vorsitzende Margot Käßmann stellten sich in Diskussionsrunden den Fragen der Besucher. 

Einsatz in Bildern

Die Fotos vom Einsatz der Regionalbereitschaft Weser-Ems beim 34. Evangelischen Kirchentag finden Sie hier.

Weitere Infos

Weiterführende Informationen zum Einsatz der Johanniter beim 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag finden Sie hier.