Johanniter in Weser-Ems freuen sich auf neues Vorstandsmitglied

Weser-Ems, 31. Oktober 2013

Markus Wedemeyer verstärkt Regionalvorstand / Matthias Dirksen neuer Ortsbeauftragter in Nordenham

Markus Wedemeyer und Matthias Dierksen.

 

Der Regionalverband Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe bereitet sich auf eine große Veränderung vor. Zum ersten Mal seit seiner Gründung 1995 wird es eine Veränderung im Vorstand geben. Am Sonnabend, 2. November, wird Markus Wedemeyer als ehrenamtlicher Regionalvorstand mit einem Gottesdienst und anschließendem Festempfang in sein Amt eingeführt. Nach 18 Jahren mit der Doppelspitze Wilfried Barysch und Hans-Ulrich Diers erhält der Vorstand eine zusätzliche Schulter, auf der Aufgaben verteilt werden. Notwendig wurde die Erweiterung des Vorstandes von zwei auf drei Personen durch das rasante Wachstum des Regionalverbandes Weser-Ems. Wedemeyer, im Hauptberuf Arzt, wird ebenso wie Hans-Ulrich Diers sein Amt ehrenamtlich ausüben. Sein bisheriges Amt als Ortsbeauftragter des Ortsverbandes Nordenham, gibt Wedemeyer an Matthias Dirksen ab. Er wird ebenfalls am 2. November ernannt.

 

Der Regionalverband Weser-Ems ist mit 20 Ortsverbänden, 36 Dienststellen, mehr als 500 haupt- und fast 900 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer der größten bundesweit. In den vergangenen Jahren wurden nicht nur mehrere Ortsverbände gegründet, auch die Aufgaben mit zusätzlichen Einrichtungen wie Tagespflegen, Kindertagesstätten, der Oldenburger Demenz-WG und Betreuten Wohnanlagen, dem Intensivverlegungsdienst, der medizinischen Leitstelle Offshore und vielen anderen Projekten wurden immer zahlreicher und umfangreicher. Die Arbeit war mit zwei Vorständen alleine nicht mehr zu bewältigen. „Wir sind froh, mit Markus Wedemeyer nicht nur einen engagierten Johanniter, sondern einen Kollegen zu bekommen, der in vielen Projekten bereits aktiv ist und daher umfangreiche Kenntnisse hat“, sagt Wilfried Barysch. Er könne sozusagen gleich durchstarten.

 

„Ortsbeauftragter sein heißt auch, dem Verband ein Gesicht zu geben“, sagt Markus Wedemeyer und blickt zurück auf die sechs Jahre Arbeit als Ortsbeauftragter in Nordenham. Während sein Vorgänger Klaus Martin Pionierarbeit geleistet und den Ortsverband aus kleinsten Anfängen zur Größe geführt hat, habe er in erster Linie an der Struktur gearbeitet. „Früher wurde vieles improvisiert, weil es Regeln und Richtlinien noch nicht gab“, erklärt er. Dass zeige sich vor allem im Rettungsdienst, in dem es in den vergangenen Jahren sehr viele Änderungen gegeben habe. Heute ist in Deutschland der Rettungsdienst überwiegend hauptamtlich organisiert, an die ehrenamtlichen Einheiten werden die gleichen Anforderungen an Aus- und Fortbildung und die Ausrüstung für Personal und Fahrzeuge gestellt. „Gerade in vielen Bereichen, in denen sich Berufsbilder gebildet haben, sind die Anforderungen auch für die ehrenamtlichen gestiegen.“ Hier galt es, die Weichen zu stellen.

 

Nicht nur, damit die Anforderungen erfüllt werden, sondern auch, damit es finanziert werden kann. „Bezahlen will niemand für den ehrenamtlichen Rettungsdienst, aber wenn ein größerer Unfall passiert, gibt es sonst niemanden, der den hauptamtlichen Rettungsdienst unterstützen kann. Nur uns Hilfsorganisationen.“ Denkbare Szenarien sind Unfälle mit Bussen oder Zügen, Unwetterkatastrophen wie Orkane oder Überflutungen. Für Nordenham stimmt Matthias Dirksen zu. Er ist seit 31 Jahren bei den Johannitern, hat sich in der Johanniter Jugend, als Ausbilder für Erste Hilfe und im ehrenamtlichen Rettungsdienst engagiert. Zuletzt war er Leiter des Fachbereichs Soziale Dienste und Gründer und Leiter der Betreuungsgruppe. „Matthias hat praktisch alle Bereiche im Ortsverband kennen gelernt. Es gibt kaum jemanden, der sich in unserem Ortsverband so gut auskennt“, freut sich Wedemeyer über die guten Voraussetzungen, die sein Nachfolger mitbringt.

 

Dirksen gibt das Lob gerne zurück. Der Ortsverband sei hervorragend aufgestellt, die Helferschaft engagiert und die Mitglieder zahlreich. „Wir haben eine breite Unterstützung in der Wesermarsch“, sagt er. Zurzeit hat der Ortsverband rund 100 aktive Ehrenamtliche, darunter sind 20 Kinder in der Johanniter-Jugend. Fast 2000 Mitglieder unterstützen den Ortsverband als Förderer. Zudem hat der Ortsverband als Betreiber der Tagespflege an der Sophie-Scholl-Straße auch fünf hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Alle sind aber auch ehrenamtlich engagiert“, freut sich Wedemeyer. Das sei wichtig, denn das Ehrenamt sei eine Brücke in die Bevölkerung.