Zum Ausnüchtern in die Waschhalle

Stefan Greiber - Stemwede, 16. August 2013

Sanitätseinsatz beim Stemweder Open Air hat begonnen

Die Regionalbereitschaft Weser-Ems hat ihren Dienst beim 37. Stemweder Open Air Festival aufgenommen. Die Johanniter sichern das 36 Stunden dauernde Um-sonst & Draußen-Festival mit insgesamt 80 Einsatzkräften ab. Mit dabei sind Johanniter aus elf Ortsverbänden des Regionalverbandes Weser-Ems. Unterstützt werden sie von Johannitern aus dem Regionalverband Minden-Ravensberg in Nordrhein-Westfalen sowie von Maltesern aus Wildeshausen. „Mit den Kollegen vom Malteser-Hilfsdienst haben wir bereits beim Tag der offenen Tür des Jagdgeschwaders 71 in Wittmund hervorragend zusammen gearbeitet“, erklärt Einsatzleiter und Regionalbereitschaftsführer Martin Hilse.

Die Johanniter haben auf dem Gelände der Firma SINN Polstermöbel GmbH eine Unfall-hilfsstelle mit einem Sanitätszelt mit sechs Behandlungsplätzen, davon ein Intensivplatz, sowie zehn Ausnüchterungsplätze in der Waschhalle der Firma SINN und eine Behand-lungsstelle für Bagatellverletzungen eingerichtet. Gesteuert wird der Einsatz vom Einsatz-leitwagen (ELW) des Ortsverbandes Oldenburg. Zunächst sind zudem zwei Rettungswa-gen und zwei Krankenwagen in Dienst gegangen. Bei Bedarf soll nachgeordert werden. Regelmäßige Fußstreifen auf dem Gelände sorgen für zusätzliche Sicherheit. Bis in die Nacht- und frühen Morgenstunden von Freitag auf Sonnabend blieb der Einsatz ver-gleichsweise ruhig.

Zwar gab es zahlreiche Verletzte, aber die Einsatzkräfte konnten den Andrang noch gut bewältigen. Überwiegend handelte es sich um Schnittverletzungen an Glasscherben, Knöchelverletzungen durch Umknicken auf dem unebenen Gelände sowie um Gesichts-verletzungen, die im Gedränge vor den Bühnen entstanden. Schwerwiegendste Fälle wa-ren ein Verdacht auf Herzinfarkt bei einem jungen Mann sowie ein Mann mit Verdacht auf Fußfraktur und mit Gesichtsprellungen nach einer Schlägerei. Die eingesetzten Notärzte Dr. Daniel Overheu (Oldenburg) und Markus Wedemeyer (Nordenham) sowie Ärztin Kira Schwellenthin hatten die Lage jederzeit im Griff.