Die Weihnachtstrucker sind auf dem Weg

Stefan Greiber/Foto: Tobias Grosser - Landshut/Nordenham/Wilhelmshaven, 27. Dezember 2017

Foto: Johanniter/Tobias Grosser

Am zweiten Weihnachtsfeiertag herrschte in Landshut Ausnahmezustand – allerdings einer der erfreulichen Art. In der Altstadt versammelten sich 45 Sattelschlepper der Johanniter-Weihnachtstrucker. Nach ihrer feierlichen Verabschiedung starteten die ehrenamtlichen Fahrer und Helfer unter dem Jubel von Hunderten Zuschauern in Richtung Albanien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien und erstmals in die Ukraine. Dort werden sie im Lauf von fünf Tagen fast 55.000 gespendete Hilfspakete an notleidende Menschen verteilen. Mit dabei sind fast 30 Pakete, die im Ortsverband Nordenham gesammelt worden waren.

Die Idee der Weihnachtstrucker wurde 1997 in Bayern geboren. Seitdem fahren jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr ehrenamtliche Fahrer die vollgepackten Lastwagen in die rückständigen Regionen Osteuropas. Die Pakete werden nach einer festgelegten Packliste zusammengestellt, die das lebensnotwendigste für eine vierköpfige Familie enthält. Fahrzeuge und ein Teil des Sprits werden von den Speditionen kostenlos gestellt. In diesem Jahr hat sich erstmals der Regionalverband Weser-Ems an der Aktion Weihnachtstrucker beteiligt. Der Ortsverband Nordenham sammelte 29 Pakete, die er nach Landshut geschickt hat. Die Pakete, die bei den Johannitern in Wilhelmshaven angekommen sind, werden von der Auslandshilfe des Ortsverbands Mitte Januar zu den Partnerorganisationen in Polen gebracht und dort bedürftigen Familien überreicht.

Die rund 120 ehrenamtlichen Brummifahrer, Helferinnen und Helfer der Johanniter-Weihnachtstrucker wurden von Andreas Hautmann, Mitglied des Landesvorstandes Bayern der Johanniter-Unfall-Hilfe, und Landshut Oberbürgermeister Alexander Putz in der Altstadt empfangen. Nachdem Pfarrer Lorenz von Campenhausen und Weihbischof Berhard Haßlberger den Reisenden einen ökumenischen Segen gespendet hatten, ging die Reise los. Unter lautem Hupen machten sich die Brummis und ihre Begleitfahrzeuge auf den mehrere Tausend Kilometer langen Weg Richtung Albanien, Bosnien-Herzegowina, Nord- und Zentral-Rumänien sowie in die Ukraine. Dort werden die engagierten Helfer mehrere hundert Verteilstellen in Kleinstädten und Dörfern anfahren, darunter Schulen und Waisenheime, Wohnheime für Menschen mit Behinderung, Kirchengemeinden, Armenküchen oder Romasiedlungen, und Pakete an bedürftige und kinderreiche Familien, Waisen, Kindergarten- und Schulkinder, Senioren und Menschen mit Behinderung verteilen.

Aktuelle Berichte und Fotos von der derzeitigen Reise finden sie auf der Facebook-Seite der Johanniter-Weihnachtstrucker http://facebook.com/JohanniterWeihnachtstrucker.

Umfangreiche Informationen zur Aktion gibt es im Internet unter www.johanniter.de/weihnachtstrucker.