Für die Zukunft im Retten und Pflegen

Stefan Greiber - Oldenburg, 13. September 2017

Jan Mordhorst (links) und Sonja Stolle (rechts) begrüßten insgesamt 15 junge Leute, die im August ihre Ausbildung als Notfallsanitäter oder in der Pflege bei den Johannitern angetreten haben.

„Sie sind unsere Antwort auf den drohenden Personalnotstand im Rettungsdienst und in der Pflege“, betont Jan Mordhorst, Personalreferent der Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband Weser-Ems, bei der Begrüßung der neuen Auszubildenden. Insgesamt 17 junge Menschen starteten jetzt ihre Karriere in verschiedenen Ortsverbänden in Weser-Ems. Mit 13 jungen Frauen und Männern ist der Rettungsdienst unter den Neulingen ganz besonders stark vertreten. Seit Einführung des Ausbildungsberufs des Notfallsanitäters 2014 ist das erst der dritte Ausbildungsjahrgang an der Notfallsanitäterschule Weser-Ems. „Dass sich trotzdem so viele für diesen Berufsweg entschieden haben, zeigt wie attraktiv die Johanniter als Arbeitgeber im Rettungsdienst sind“, sagt Sonja Stolle, Leiterin der Notfallsanitäter-Schule Weser-Ems. Die anderen Auszubildenden werden Kaufleute für Dialogmarketing oder lernen im ambulanten Pflegedienst der Johanniter im Ortsverband Oldenburg den Beruf des Altenpflegers. Besonders erfreulich: mit Jonas Küllig ist auch ein männlicher Pflege-Azubi dabei.

Angestellt sind alle beim Regionalverband, ausgebildet werden sie in den Ortsverbänden. Die Notfallsanitäter absolvieren ihre praktische Ausbildung an den Johanniter-Lehrrettungswachen in Oldenburg, Ahlhorn, Hude, Berne, Stollhamm, Wilhelmshaven und Osnabrück. Der theoretische Unterricht findet an der Notfallsanitäter-Schule Weser-Ems statt, einer staatlich anerkannten Berufsschule in Trägerschaft der Johanniter-Unfall-Hilfe. Insgesamt haben die Johanniter zurzeit in Weser-Ems 35 Auszubildende, darunter auch in kaufmännischen Berufen sowie zwei duale Studentinnen. Einige der neuen Auszubildenden sind keine Unbekannten, haben bereits einen Freiwilligendienst absolviert, sich ehrenamtlich engagiert oder im Rettungsdienst als Rettungssanitäter gearbeitet. Viele aber hatten bisher nichts mit den Johanniter zu tun. Die Johanniter sind ein guter und verlässlicher Arbeitgeber. Wir haben das Ziel jeden Auszubildenden nach Abschluss der Ausbildung zu übernehmen, erklärt Mordhorst. Das wird ihnen sogar vor unabhängiger Stelle bescheinigt. In der FOCUS-Arbeitgeber-Studie 2017 sind die Johanniter zum wiederholten Mal als Top-Arbeitgeber ausgezeichnet worden.

Der Regionalverband Weser-Ems und seine verbundenen Unternehmen beschäftigt zurzeit 766 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 25 junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst, und hat 1496 ehrenamtliche aktive Helfer, die in 20 Ortsverbänden und 52 Dienststellen von Wilhelmshaven bis Osnabrück, von Emden bis Delmenhorst aktiv sind.