Insgesamt ruhiger Einsatz für Regionalbereitschaft

Stefan Greiber - Weser-Ems, 20. August 2014

Johanniter aus Weser-Ems helfen 159 Personen beim Open Air in Stemwede

Ein positives Fazit zieht die Regionalbereitschaft der Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband Weser-Ems nach ihrem Sanitätsdienst beim 38. Stemweder Open Air Festival. Am Ende blieb es vergleichsweise ruhig. „Wir hatten mit insgesamt 159 Hilfeleistungen deutlich weniger als im vergangenen Jahr“, erzählt Regionalbereitschaftsführer und Gesamteinsatzleiter Martin Hilse. 2013 mussten die Johanniter noch 227 Personen helfen. Auch die Zahl der Transporte in eines der umliegenden Krankenhäuser war deutlich niedriger. Die Johanniter führten 17 Fahrten mit den Rettungs- und Krankenwagen durch. Im vergangenen Jahr waren es noch 25 gewesen. „Wir vermuten, dass aufgrund des kühlen Wetters und des Regens am Freitag weniger Besucher gekommen sind“, sagte Hilse. Die Zahl der Besucher ist schwer einzuschätzen, da für das Festival im nordrhein-westfälischen Stemwede keine Eintrittskarten gekauft werden müssen. Der Eintritt ist kostenlos.

Dabei sah es am frühen Samstagabend zunächst nach einer geschäftigen Nacht aus. Zunächst randalierte ein junger Mann in der Sanitätsstation und konnte nur mit Unterstützung der Polizei ruhig gestellt werden. Grund war vermutlich übermäßiger Alkoholgenuss. Anschließend wurde er mit Polizeibegleitung mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Dorthin kam auch ein Mann, der nach einem Schlag gegen den Kopf mit Verdacht auf Schädel-Hirn-Trauma eingeliefert werden musste. Danach wurde es deutlich ruhiger, die meisten Hilfeleistungen waren die Behandlungen kleinerer Schnittwunden durch zerbrochenes Glas und Bänderverletzungen nach Umknicken auf dem Festivalgelände.

Der Sanitätsdienst wurde überwiegen von der Johanniter-Regionalbereitschaft Weser-Ems getragen, der alleine 66 der 78 Einsatzkräfte stellte. Mit dabei waren vom Ortsverband Ahlhorn 13 Sanitäter, fünf aus Delmenhorst, jeweils zwei aus Lingen, Cloppenburg und Wittmund, sechs aus Emden, zehn aus Nordenham, sechs aus Wilhelmshaven, drei aus Osnabrück und 15 aus Oldenburg. Die Regionalbereitschaft stellte mit Markus Wedemeyer (Nordenham) und Dr. Daniel Overheu (Oldenburg) zudem zwei der drei Notärzte. Geführt wurde der Einsatz von Hilse und seinem Stellvertreter Uwe Drückhammer (Wilhelmshaven), koordiniert wurde er vom Einsatzleitwagen des Ortsverbandes Oldenburg. Vom Regionalverband Minden-Ravensberg, in dessen Zuständigkeitsbereich Stemwede liegt, waren acht Sanitäter dabei. Weitere Kräfte kamen aus anderen Johanniter-Verbänden deutschlandweit.