Johanniter aus Weser-Ems rücken zu Großeinsatz aus

Stefan Greiber - Weser-Ems, 15. August 2014

Regionalbereitschaft sichert mit 69 Kräften Festival in Nordrhein-Westfalen

Einsatz in Stemwede: Notarzt Markus Wedemeyer und Rettungsassistent Felix Freund sind auch dieses Jahr wieder dabei. Sarah Strube lebt inzwischen in Kiel

Die Regionalbereitschaft Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe geht dieses Wochenende in einen Großeinsatz. Von Freitagabend bis Sonntagmittag stellt sie den Sanitätsdienst beim Open-Air-Festival im nordrhein-westfälischen Stemwede sicher. Erwartet werden pro Veranstaltungstag mehr als 10.000 Besucher, die meisten übernachten auf dem festivaleigenen Campingplatz. Die Johanniter aus Weser-Ems stellen mit 69 Einsatzkräften aus elf Ortsverbänden den Großteil der Helferinnen und Helfer. Insgesamt sind 78 Johanniter vor Ort, darunter acht aus dem benachbarten Regionalverband Minden-Ravensberg. Die Einsatzleitung hat Regionalbereitschaftsführer Martin Hilse (Ahlhorn), unterstützt wird er von seinem Stellvertreter Uwe Drückhammer (Wilhelmshaven).

Mit dabei sind vom Ortsverband Ahlhorn 13 Sanitäter, fünf aus Delmenhorst, jeweils zwei aus Lingen, Cloppenburg und Wittmund, sieben aus dem ostfriesischen Emden, zehn aus Nordenham und sechs aus Wilhelmshaven. Das größte Kontingent stellt der Ortsverband Oldenburg mit 15 Sanitätern, der auch unter anderem den Einsatzleitwagen des Oldenburger Fernmeldetrupps besetzt. Der dem Veranstaltungsort am nächsten gelegene Ortsverband Osnabrück kann nur drei Helfer schicken, da er aufgrund eigener Veranstaltungen ausgelastet ist. Zudem stellt die Regionalbereitschaft Weser-Ems drei Notärzte, drei Rettungswagen und fünf Krankenwagen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Johanniter-Regionalbereitschaft Weser-Ems den Sanitätsdienst bei dem Umsonst-und-Draußen-Festival gestellt. Insgesamt benötigten 227 Patienten Hilfe, 25 von ihnen mussten mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus der Umgebung gebraucht werden. Ein junger Mann mit Schädel-Hirn-Trauma musste sogar mit dem Rettungshubschrauber ausgeflogen werden. „Der Patient musste intubiert und künstlich beatmet werden“, erinnert sich Markus Wedemeyer, Notarzt und ehrenamtlicher Regionalvorstand der Johanniter in Weser-Ems.