Johanniter bilden erstmals einen Fachinformatiker aus

Stefan Greiber - Weser-Ems, 04. August 2016

Insgesamt 18 junge Leute traten jetzt ihre Ausbildung bei den Johannitern an. Die Regionalvorstände Wilfried Barysch und Markus Wedemeyer sowie Verena Siems vom Fachbereich Personal begrüßten sie.

Recht eng war es im Rittersaal der Regionalgeschäftsstelle der Johanniter-Unfall-Hilfe, als die Vorstände die neuen Auszubildenden zur Begrüßung eingeladen hatten. „Allmählich müssen wir in größere Räume ausweichen“, sagte Markus Wedemeyer, Mitglied des Regionalvorstands, schmunzelnd. Insgesamt 18 junge Leute starteten am 1. August ihre Karriere in verschiedenen Ortsverbänden des Regionalverbands Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe. Darunter sind neun angehende Notfallsanitäter, zwei Altenpflegerinnen und vier Auszubildende in kaufmännischen Berufen. Zwei Jahrespraktikanten im Rettungsdienst und in der Erste-Hilfe-Ausbildung sowie Mirijam Erfkamp als Duale Studentin vervollständigen die Gruppe. Erfkamp ist die zweite duale Studentin im Regionalverband Weser-Ems, die bei den Johannitern ihre Ausbildung zur Gesundheitsmanagerin absolviert und gleichzeitig Betriebswirtschaftslehre in der benachbarten IT & Business School studiert. „Wir haben damit bisher sehr gute Erfahrungen gemacht“, erklärt Wedemeyer.

Angestellt sind alle beim Regionalverband, ausgebildet werden sie in der Mehrzahl in den Ortsverbänden. Mit sieben der 18 neuen Auszubildenden stellt der Ortsverband Oldenburg den größten Teil gefolgt von der Regionalgeschäftsstelle mit vier und den Ortsverbänden Ahlhorn, Stedingen und Osnabrück mit jeweils zwei Auszubildenden. Nathalia Heipel lernt den Beruf der Altenpflegerin beim Christlichen Pflegedienst Bramsche. Insgesamt haben die Johanniter zurzeit in Weser-Ems genau 40 Auszubildende. Eine weitere Stelle ist noch unbesetzt: erstmals soll im Fachbereich Kommunikation ein Volontär in Pressestellen ausgebildet werden. Hier läuft zurzeit noch die Personalsuche. „Wir haben eine ganze Reihe sehr guter Bewerbungen bekommen“, sagt Wedemeyer. Viele Menschen haben inzwischen erkannt, dass die Johanniter ein guter und verlässlicher Arbeitgeber sind. Das wird ihnen sogar vor unabhängiger Stelle bescheinigt. In der FOCUS-Arbeitgeber-Studie 2016 sind die Johanniter zum wiederholten Mal als Top-Arbeitgeber ausgezeichnet worden.

Nicht nur das Volontariat ist neu den Johannitern. Ganz neu ist auch der Beruf des Fachinformatikers für Systemintegration, der in der IT-Abteilung des Johanniter-Regionalverbands Weser-Ems ausgebildet wird. „Wir sind inzwischen in so vielen Bereichen aktiv, dass wir ein umfangreiches Portfolio an Berufen ausbilden können und auch müssen“, betont Regionalvorstand Wilfried Barysch. Durch die weiterhin positive Entwicklung des Regionalverbandes entsteht ein hoher Bedarf an weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Wir freuen uns, wenn wir diesen Bedarf aus dem eigenen decken können“, erklärt Barysch. Einige der neuen Ausbildenden sind keine Unbekannten. Julia Brauner hat bereits ein Freiwilliges Soziales Jahr im Bereich der Erste-Hilfe-Ausbildung in Oldenburg absolviert, Annika Isken war Bundesfreiwillige in der Flüchtlingshilfe des Regionalverbands. Beide lernen jetzt Bürokauffrau.

Der Regionalverband Weser-Ems und seine verbundenen Unternehmen beschäftigt zurzeit 766 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 34 junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst, und hat 1496 ehrenamtliche aktive Helfer, die in 20 Ortsverbänden und genau 50 Dienststellen zwischen Weser und Ems, von Wilhelmshaven bis Osnabrück, von Emden bis Delmenhorst, organisiert sind. Neben Rettungsdienst, Behindertenfahrdienst und Krankentransport, der Ausbildung in Erster Hilfe und von Ersthelfern in Betrieben, Sanitätsdiensten und den Sozialen Diensten wie Hausnotruf, Tagespflege und Ambulante Pflege bieten die Ortsverbände in Weser-Ems zahlreiche weitere Aktivitäten.