Johanniter ernennen Thomas Lemke zum Delegierten

Stefan Greiber - Oldenburg/Hannover, 12. September 2017

Thomas Lemke aus Oldenburg, ehrenamtliches Mitglied im Vorstand des Regionalverbands Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe, wurde am Wochenende während der Landesvertreterversammlung in Hannover zum Delegierten ernannt. Zusammen mit dem ebenfalls neu gewählten Steffen Bahr, ehrenamtlicher Helfer im Regionalverband Südniedersachsen, vertritt der Rechtsanwalt aus Oldenburg zukünftig die Interessen aller Johanniter aus Niedersachsen und Bremen bei der Delegiertenversammlung der Johanniter-Unfall-Hilfe in Berlin. Aufgaben sind unter anderem die Entgegennahme der Berichte des Präsidiums, Bundesvorstands und der Bundesjugendleitung, die Entlastung des Vorstands, die Nominierung der Kandidaten für das Amt des Präsidenten und die Wahl des Vizepräsidenten und der Vizepräsidentin sowie der Mitglieder des Präsidiums. Auch können von diesem Gremium Änderungen der Satzung vorgenommen werden. „Als Delegierter haben wir große Einflussmöglichkeiten, aber damit verbunden auch eine große Verantwortung“, betont Lemke. Umso mehr freue er sich über das Vertrauen, das die Vertreter aus den Regionalverbänden in Niedersachsen und Bremen in ihn setzen.

Die amtierenden Delegierten Ralf Kölling aus Hannover und Dirk Dreschel aus Salzgitter hatten sich nicht wieder zur Wahl gestellt. Neue Stellvertreter sind Dietmar Krüger vom Regionalverband Niedersachsen Mitte und Knut Vieweger vom Regionalverband (RV) Bremen-Verden. Nicht mehr mit dabei ist die Oldenburgerin Gisela Göhler. Sie gab nach vielen Jahren ihr Amt als Landesrechnungsprüferin ab. Als Nachfolgerin wurde Anna Recklies aus Hannover gewählt. Sie bildet ein Team mit dem wiedergewählten Holger Lampe (RV Bremen-Verden). Stellvertreter wurde Claus Bollermann aus Niedersachen Mitte.

Bei der Veranstaltung stellte erstmals der neue Landesvorstand Uwe Beyes den Bericht des Landesvorstands vor. Es sei schwer, aus den komplexen Geschehnissen einzelne Schwerpunkte herauszuheben, meinte Beyes. Er nannte unter anderem das Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus Niedersachsen und Bremen bei Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg, durch das die Durchführung einer solchen Veranstaltung überhaupt erst möglich wurde. Die Johanniter des Landesverbands hatten unter anderem den Einsatzabschnitt Wittenberg beim großen Abschlussgottesdienst eigenständig geführt. Auch bei der Bombenräumung im Mai in Hannover hatten die Johanniter mit Einsatzkräften aus dem gesamten Landesverband unterstützt.

Geschaffen wurde zudem das Integrationsmanagement, ein neuer zukunftsorientierter Fachbereich. Verantwortet von Bereichsleiterin Angela Weick und dem zuständigen Fachbereichsleiter Björn Menkhaus auf Landesverbandsebene sind in allen fünf Regionalverbänden Integrationsmanager tätig. In Weser-Ems leitet Helene Frieden die Stabsstelle Integration. Auch an der Johanniter-Akademie wurde eine Stelle für Integration geschaffen. Dort wird unter anderem die Ausbildung von Geflüchteten als Rettungssanitäter inklusive zielgerichteten Deutschunterricht und Führerschein-Erwerb gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund angeboten („Schutzsuchender als Lebensretter“).