Johanniter in Weser-Ems weiter im Flüchtlingseinsatz

Stefan Greiber - Oldenburg/Osnabrück, 23. Oktober 2015

Unterschiedliches Engagement in Einrichtungen im Verbandsgebiet

Die Johanniter im Regionalverband Weser-Ems sind weiter sehr aktiv in der Flüchtlingshilfe. Die Ortsverbände vor Ort, unterstützt von der Regionalbereitschaftsführung sowie Fachberatern des Regionalverbandes, sind an zahlreichen Orten im Einsatz und übernehmen dabei unterschiedliche Aufgaben. Während in der Landesaufnahmestelle in Bramsche-Hesepe zurzeit die von den Johannitern des Ortsverbands Osnabrück betreute Zeltstadt abgebaut wird, stehen andere Verbände kurz davor, Aufgaben zu übernehmen. Der Ortsverband Aurich arbeitet zusammen mit dem Staatlichen Baumanagement Ems-Weser intensiv daran, die ehemalige Blücher-Kaserne für die Aufnahme von bis zu 800 Flüchtlingen instand zu setzen. Mitte November soll mit der Belegung begonnen werden, die Johanniter betreiben die Notunterkunft, stellen die Sozial- und Kinderbetreuung, den Sanitätsdienst, einen Rettungswagen und kümmern sich um die medizinische Erstuntersuchung.

Bereits Anfang November soll die Erstaufnahme-Einrichtung des Landes Niedersachsen im ehemaligen Kloster Blankenburg bei Oldenburg eröffnet werden. Hier sollen 600 bis 800 Plätze geschaffen werden, der Ortsverband Oldenburg kümmert sich um Sozial- und Kinderbetreuung sowie um den Sanitätsstation. Deutlich später wird die geplante Notunterkunft für 700 Flüchtlinge in der Kaserne Ebkeriege fertig. Der Ortsverband Wilhelmshaven soll die Einrichtung später leiten und ist bereits jetzt in die Vorbereitungen eingebunden. Zusätzlich stellen die Johanniter unter Führung ihres Ortsbeauftragten Siegfried Werner gemeinsam mit dem ASB und den Maltesern den Sanitätsdienst in der kommunalen Notunterkunft in der Turnhalle der Käthe-Kollwitz-Schule. Die Einrichtung soll ein Jahr bestehen, die Johanniter stellen dafür zwei Mitarbeiter neu ein. Jede der drei Hilfsorganisationen übernimmt ein Drittel der Dienstzeit. „Da sprechen wir uns auf kurzem Dienstweg ab“, lobt Siegfried Werner das gute Verhältnis untereinander. Bis zu 200 Flüchtlinge sollen hier vorerst untergebracht werden.

Rund 160 Flüchtlinge befinden sich zurzeit in der Notunterkunft in Jever, die von den Johannitern der Ortsverbände Jeverland und Varel gemeinsam betrieben wird. Die Einrichtung ist damit weitgehend ausgelastet. Ebenfalls ausgelastet ist zurzeit die kommunale Notunterkunft in der Jugendherberge in Nordenham, die von den Johannitern sanitätsdienstlich betreut wird. In Emden stellt der Ortsverband gemeinsam mit dem DRK den Sanitätsdienst zwischen 8 Uhr und Mitternacht. Von den 200 geplanten Plätzen ist erst ein Teil belegt, weitere Flüchtlinge werden im Laufe der Woche erwartet. Einen ähnlichen Auftrag haben die Johanniter des Ortsverbands Delmenhorst für die Notunterkunft Turnhalle Stubbenwerg. Gut ausgelastet ist die Jugendherberge in Bad Iburg, die der Ortsverband Osnabrück betreibt und mit sechs hauptamtlichen Kräften betreut.