Johanniter-RockerRetter bereiten sich auf Einsatz vor

Stefan Greiber - Nordholz, 17. Juli 2017

Mit insgesamt 107 Einsatzkräften unterstützt die Regionalbereitschaft Weser-Ems den Sanitätsdienst beim Deichbrand-Festival in Nordholz bei Cuxhaven. Die Einsatzleitung liegt bei den Kollegen des Johanniter-Regionalverbands Bremen-Verden, insgesamt werden mehr als 500 Johanniter vor Ort für Sicherheit sorgen oder sich um die Versorgung der Einsatzkräfte kümmern.

Eingesetzt werden die Johanniter aus Weser-Ems vor allem in der Unfallhilfsstelle an der Waterstage, eine der beiden Hauptbühnen des Festivals mit mehr als 50.000 erwarteten Besuchern, und im Palastzelt. Mit dabei sind vier Sanitäter des Ortsverbands Ahlhorn, acht aus Cloppenburg, 16 aus Delmenhorst, sieben aus Lingen und Nordhorn, 14 vom Ortsverband Nordenham, zehn aus Osnabrück, zwei aus Wittmund und je ein Sanitäter von Ortsverbänden Emden und Edewecht. Die meisten Einsatzkräfte stellt der Ortsverband Oldenburg. Er reist mit 34 ehrenamtlichen Rockerrettern an, von denen ein Teil sogar in der Einsatzleitung mitarbeitet. Eine besondere Aufgabe haben die fünf Helferinnen und Helfer des Ortsverbands Jeverland. Sie kümmern sich mit ihrem Feldküchentrupp um die Verpflegung der Einsatzkräfte. Ebenfalls unter der Flagge der Regionalbereitschaft Weser-Ems nehmen fünf Johanniter aus dem Bundesgebiet am Einsatz teil. Vier von ihnen kommen aus verschiedenen Verbänden in Berlin, Tim Christian Heldt vom Regionalverband Rheinhessen. "Wir gehen davon aus, dass alles weitgehend ruhig bleibt. Aber wir wollen natürlich gut vorbereitet sein", erklärt Zugführer Stefan Onken von der Regionalbereitschaft Weser-Ems.

Das Deichbrand-Festival ist eines der größten Open Air-Spektakel in Deutschland. Erwartet werden rund 50.000 Besucher. Bereits in den vergangenen Jahren haben die Johanniter den Sanitätsdienst gestellt. In 2016 mussten die Johanniter-Retter rund 4000 Mal tätig werden. Ein Großteil der Hilfesuchenden hatte mit der Hitze zu kämpfen. Häufig wurde zu wenig nach nichtalkoholischen Getränken gegriffen. Die Folge: Dehydrierung und Kreislaufprobleme. Darüber hinaus gab es Verstauchungen und Schnittwunden. „Das Deichbrand war auch 2016 ein sehr friedliches Festival“, sagt Thorsten Ernst, Einsatzleiter der Johanniter. „Die Behandlungszahlen waren im Verhältnis zur Größe des Festivals und der heißen Witterung im normalen Bereich.“