Qualität hat den Namen Lutz

Oldenburg/Hannover, 16. Oktober 2017

Lutz Brümmer vor 25 Jahren als Rettungsassistent im Ortsverband Oldenburg und heute bei der Ehrung durch Bundesvorstand Thomas Mähnert.

„Mr. Qualität“ feiert Dienstjubiläum: Seit 25 Jahren arbeitet Lutz Brümmer, Fachbereichsleiter Qualitätsmanagement/Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Geschäftsstelle des Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, für die Johanniter-Unfall-Hilfe. Während einer Feier mit 55 Gratulanten aus dem gesamten Bundesgebiet in der Geschäftsstelle des Regionalverbands Weser-Ems in Oldenburg übergab Jürgen Taute, Bereichsleiter I im Landesverband, die Ehrenurkunde.  Ganz besonders freute sich Brümmer, der in Sandhatten wohnt und sein Büro in Oldenburg hat, dass Bundesvorstand Thomas Mähnert eigens nach Oldenburg gekommen war, um zu gratulieren. Mähnert war früher Landesvorstand in Niedersachsen/Bremen und hat den Aufbau des Qualitätsmanagements mit begleitet. „Das nicht ganz einfache Thema Qualitätsmanagement hat sich in unserem Landesverband toll entwickelt“, lobte er.

Die Aufgabenbereiche von Lutz Brümmer haben sich in den vergangenen 25 Jahren gehörig gewandelt. Anfangs ging der ausgebildete Rettungsassistent sogar buchstäblich in die Luft. Die Johanniter stellten bis 1998 das rettungsdienstliche Personal für einen Intensivhelikopter, der in Mariensiel stationiert war. Brümmer gehörte zu dem Team. „Wenn ich die damaligen Sicherheitseinweisungen mit den heutigen unserer Mitarbeiter in der Offshore-Rettung vergleiche, werde ich schon etwas nachdenklich“, sagte Brümmer. Selbst bei Flüge über die offene See nach Helgoland hieß es nur: Das ist die Schwimmweste, wenn wir notwassern erst außerhalb vom Hubschrauber auslösen. „Und dann sagten sie uns, wir sollten vorher noch die Rettungsinsel rauswerfen. Fertig.“ Spaß habe es trotzdem gemacht.

Später stieg Brümmer zum Fachbereichsleiter Fahrdienst im Ortsverband Oldenburg auf. 2001 versuchte er, das Qualitätsmanagement im Ortsverband Oldenburg einzuführen. „Den Begriff kannte damals noch keiner.“ Er nahm an einem Lehrgang in Würzburg teil, in dem sonst nur QM-Manager aus der Automobilindustrie saßen. Im Lehrgang ging es deshalb hauptsächlich um Wahrscheinlichkeitsberechnungen. Nach dem ersten Tag lief er in die Stadt und kaufte sich einen neuen Taschenrechner. „Was ich da berechnen sollte, konnte mein alter Rechner gar nicht. Und ich erst recht nicht“, erinnert er sich schmunzelnd. „Ich dachte nur: was tust du dir da an?“

Erst mit Einführung der neuen Qualitätsnorm DIN 9001-2008, die auch Dienstleistungen mit einbezog, wurde das QM für die Johanniter praxistauglicher. Nachdem Brümmer die Audits anfangs neben seinem eigentlichen Job durchgeführt hatte, wurde er 2005 zum Qualitätsmanagementbeauftragten des Landesverbands ernannt und widmete sich fortan ausschließlich dem zunehmend wichtiger gewordenen Thema. Heute dürfen zum Beispiel keine Organisationen an vielen Ausschreibungen nicht mehr teilnehmen, die nicht zertifiziert sind. Für Lutz Brümmer bedeuten die vergangenen 16 Jahre im Bereich Qualitätsmanagement auch: 165 Qualitätszirkel, 447 interne Audits und 91 externe Audits, um die tägliche Arbeit zu verbessern. „Das waren tolle Jahre, ich hatte immer ehrliche und aufrechte Vorgesetzte und Kollegen und konnte mich ständig weiterbilden.“