Tag der Ersten Hilfe am 13. September

Weser-Ems, 11. September 2014

Johanniter empfehlen: Erste-Hilfe-Kenntnisse alle zwei Jahre auffrischen

Zwei Spaziergänger finden eine bewusstlose Person und setzen einen Notruf ab.

Zwei engagierte Passanten leisten Erste Hilfe bei einem verunglückten Motorradfahrer.

Im ersten Halbjahr 2014 sind 187 155 Menschen bei Verkehrsunfällen verunglückt. Die Zahl ist damit im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, denn im ersten Halbjahr 2013 waren 169 198 Menschen betroffen. Diese Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden machen deutlich: Die Wahrscheinlichkeit, einmal selber Zeuge eines Unfalls zu werden, ist hoch. Jeder sollte deshalb die lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Unfallort kennen. Die Johanniter-Unfall-Hilfe empfiehlt zum Tag der Ersten Hilfe am 13. September 2014, das eigene Erste-Hilfe-Wissen regelmäßig aufzufrischen.

 

„Die meisten Deutschen machen nur einmal in ihrem Leben einen Erste-Hilfe-Kurs, nämlich zur Führerscheinprüfung. Das liegt bei vielen Menschen zu lange zurück, um sich noch an alle Details erinnern zu können“, erläutert Diana Borchelt, Regionalausbildungsleiterin im Regionalverband Weser-Ems. Die Johanniter bieten zwischen Wilhelmshaven und Lingen, zwischen Emden und Delmenhorst Kurse an insgesamt 26 Standorten an und führen zudem zahlreiche Inhouse-Kurse in Betrieben, Schulen, Arztpraxen oder bei Vereinen durch. Dort wurden 2013 in 1683 zielgruppenspezifischen Kursen insgesamt 20513 Teilnehmer aus- und fortgebildet. „Gerade bei der Ersten Hilfe ist es aber besonders wichtig, dass sich die lebensrettenden Handgriffe ins Gedächtnis einbrennen. Im Notfall müssen sie sofort abrufbar sein und leicht von der Hand gehen. Mehr als zwei Jahre sollte eine Schulung nicht zurückliegen“, rät die Expertin.

 

 

Wesentlich ist, dass ein Erste-Hilfe-Kurs auch Spaß macht. So bleiben die wichtigen Handlungsschritte besser in Erinnerung. Bei den Johannitern in Weser-Ems und an den bundesweit rund 200 Ausbildungsstandorten der Johanniter werden die Erste-Hilfe-Kurse nach einem einheitlichen Konzept unterrichtet. Ziel ist es, das Lernen praxisnah und leicht verständlich zu gestalten, sodass die Kursteilnehmer im Notfall nicht lange überlegen müssen. Das Konzept orientiert sich an sechs Leitsymptomen: Nicht erweckbar? Keine Atmung? Probleme in der Brust? Sichtbare Verletzungen? Probleme im Kopf? Probleme im Bauch? Das gemeinsame Üben der stabilen Seitenlage und der Herz-Lungen-Wiederbelebung gibt den Teilnehmern die nötige Sicherheit, um jederzeit für einen Notfall gerüstet zu sein.

 

Die Johanniter in Weser-Ems bieten Kurse in Erster Hilfe für alle Bedürfnisse an. Sie können kompakt für zwei oder auf mehrere Tage verteilt gebucht werden. Für größere Gruppen können Termin und Ort gesondert vereinbart werden. Kürzere Varianten sind die Seminare „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“ für Fahranfänger (vier Doppelstunden) und Trainings, die der Auffrischung des Wissens dienen (zwei Doppelstunden). Sehr beliebt sind auch –speziell für Eltern – die „Erste Hilfe am Kind“ – und der „Ersthelfer von morgen“, ein Kurs für Kinder ab dem Grundschulalter.