Kleine "Polizisten" basteln große Mützen

Antje Heilmann - Aurich, 16. Juni 2016

Verkehrserziehung mit Spaß

Spielerisch Wissen vermittelt

Gemeinsam Spaß haben, Ängste der Flüchtlingskinder abbauen und dabei Verkehrsregeln vermitteln - das haben Beamte der PI Aurich mit Erfolg in der Notunterkunft Aurich erreicht. Fotos: Johanniter/Martina Blair

Gelächter schallt aus dem Jugendraum der Notunterkunft Aurich. Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen umringt die lange Tafel, die die Betreuerinnen der Johanniter aufgestellt haben. Mittendrin: die Beamten der Polizeipuppenbühne der PI Aurich/Wittmund.

Uniformen ängstigen Flüchtlingskinder
Lange haben sie diese Aktion geplant, darüber nachgedacht, wie sie Polizei und Verkehrsregeln den Flüchtlingskindern näher bringen können. „Viele haben auf ihrer Flucht nach Deutschland keine guten Erfahrung mit Uniformierten gemacht“, sagt Johanniter-Einrichtungsleiterin Antje Heilmann. „Eine gemeinsame Aktion, bei der die Kinder feststellen, dass Polizeibeamte in Deutschland Ansprechpartner sind und sie sich trauen können, in Kontakt zu treten – das war das Ziel.“ Und so wurden im Vorfeld Bierdeckel und Papierrollen gesammelt, damit gemeinsam Polizeikellen gebastelt werden konnten. Rot und Grün strichen die Kinder die Bierdeckel an, die dann auf die Rollen gesetzt werden.

Verkehrsregeln angewendet
„Bei Rot musst du stehen, bei Grün darfst du gehen“ – diese einfache Regel probierten die Teilnehmer auch gleich aus. Dabei hatten die Kinder das Kommando – und die Beamten verhielten sich vorbildlich. „Wir möchten uns bei der PI Aurich/Wittmund herzlich bedanken“, sagt Antje Heilmann. „Das Lachen der Kinder und das Vertrauen am Ende des Bastelvormittags sprechen für sich.“

Schon morgen gibt es ein Wiedersehen mit der Polizeipuppenbühne. Gemeinsam werden die Flüchtlingskinder aus der Notunterkunft eine Aufführung besuchen. Die Vorfreude steigt jetzt schon.