Sanitätshelfer ausgebildet

Antje Heilmann - Aurich, 27. Juni 2016

Johanniter verdoppeln ihre Einsatzkäfte

Sie strahlen um die Wette: Anja Winkler (2.v.r, unten) und das Team der Realistischen Unfalldarstellung Lisa Schmidke und Karin Löwe (v.l) sowie Hanna Jürgens (2.v.r.) mit den erfolgreichen Absolventen des Sanitätshelferlehrgangs (2.v.l ff.) Wilfried Gieseler, Tanja-Mauela Gast, Andreas Töpfer, Robert Scharf, Veit Herrlich, Axel Keßler und Bernd Saadthoff.
Fotos: Johanniter/Hans Hunfeld

Verstärkung für das Team Sanität der Johanniter aus dem Ortsverband Aurich: Sieben Sanitätshelfer legten ihre Prüfung ab. Der Theorie folgte nun die Praxis, in der es galt, in verschiedenen Notfallsituationen richtig zu handeln sowie eine Herz-Lungen-Wiederbelebung korrekt auszuführen. Damit verfügen die Johanniter insgesamt über 36 aktive Sanitätshelfer in ihren Reihen.

Ausbildung mit starkem Praxisbezug
„Wir freuen uns, dass unsere ehrenamtlichen Helfer ihre Prüfungen mit so viel Engagement angegangen sind und mit guten Noten bestanden haben“, sagt Hans Hunfeld, Ortsbeauftragter im Ortsverband Aurich. Seit Anfang des Jahres üben die frisch gebackenen Sanitätshelfer, um im Notfall die richtigen Handlungsabfolgen ausführen zu können. In rund 60 Unterrichtseinheiten geht es um erweiterte Erste-Hilfe-Maßnahmen und den Umgang mit medizinischen Hilfsmitteln. „Uns ist dabei ein hoher Praxisbezug wichtig“, sagt Hans Hunfeld. Diesen stellte Kursleiterin Anja Winkler, Rettungssanitäterin aus dem Ortsverband Emden, stets her. Gemeinsam mit dem Team der „Realistischen Unfalldarstellung  (RUD)“ aus Aurich fanden deshalb die Prüflinge zu ihrem Abschluss besonders lebensnahe Situationen mit kreidebleichen oder blutenden Patienten vor. „Für die Sanitätsanwärter war das gar kein Problem. Sie haben ihre Aufgaben ruhig und sicher gelöst“, sagt Hans Hunfeld. „Auf echte Einsätze sind wir bestens vorbereitet.“

Helferschaft ist international
Mit den sieben neuen Sanitätshelfern hat sich die Anzahl der entsprechend qualifizierten Einsatzkräfte fast verdoppelt. Bereits im Mai hatten 17 Sprachmittler aus der Notunterkunft Aurich erfolgreich die Ausbildung abgeschlossen. „Es ist eine tolle Bereicherung, dass wir auch für Menschen mit Migrationshintergrund, die sich im Notfall vielleicht noch nicht so gut auf Deutsch ausdrücken können, ansprechbar sind – die Internationalität  erleben wir als große Bereicherung“, sagt Hans Hunfeld. Aber nicht nur im Sanitätsdienst hat sich das Ehrenamt der Johanniter stark vergrößert. Mit rund 100 Menschen, die sich inzwischen in der Hilfsorganisation engagieren, hat sich die Anzahl der Freiwilligen innerhalb eines Jahres nahezu verdreifacht. „Ein Großteil ist in der Flüchtlingshilfe aktiv“, sagt Hans Hunfeld. Die Johanniter betreiben seit rund einem halben Jahr die Notunterkunft in der ehemaligen Blücher-Kaserne, in der im Laufe der Monate rund 700 Flüchtlinge aus 18 Nationen Schutz und Obdach gefunden haben.