Zukunftstag in der Notunterkunft

Antje Heilmann - Aurich, 28. April 2016

Zukunftstag bei den Johannitern in Aurich: Acht Mädchen aus dem Landkreis nutzen die Gelegenheit, um in der Notunterkunft Aurich in viele verschiedene Bereiche zu schnuppern. Vom Dienst auf einem Rettungswagen über den Erwerb von Sprachkompetenz bis hin zu gemeinsamen Aktionen in der offenen Kinder- und Jugendbetreuung bekamen die Jugendlichen einen Einblick in die Arbeit der Johanniter.

Einen Ausweis – natürlich nur für Gäste – den galt es zuerst zu bekommen. Denn nur mit einer Zugangsberechtigung kann das Gelände der Notunterkunft betreten werden. Unter der Leitung von Karin Lübbers-Kopp, Leitung Kinder- und Jugendbetreuung, suchten die Mädchen dann verschiedene Fachbereiche aus. Manuela Drubels-Klotz, Koordinatorin für Bildungsangebote, verdeutlichte ganz praktisch, was es heißt, in einem Land zu leben, dessen Sprache man nicht kennt. Den eignen Namen lernten die Kinder in arabischen Schriftzeichen zu schreiben und merkten: gar nicht so einfach, denn die Schrift unterscheidet sich sehr von den vertrauten lateinischen Buchstaben.

In der Sanitätsstation galt es dann, Hand an zu legen. Die stabile Seitenlage wurde geübt – eine lebensrettende Handlungsabfolge, die die Profiretter gern vermittelten. Sie besetzen auch einen Rettungswagen, der in der Notunterkunft für Notfälle auf dem Gelände stationiert ist. Bis zu 1000 Menschen können dort Schutz suchen und werden auch medizinisch durch die Johanniter versorgt.

Abschließend trafen sich alle in der offenen Kinder- und Jugendbetreuung, um gemeinsam mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien einen Tanz zu lernen. Dabei stellten die Besucherinnen fest: Für manches braucht’s keine Sprache. Einblicke ins Belegungsmanagement rundeten den Zukunftstag ab.