25 Verletzte gleichzeitig behandelt

Saskia Weerts - Delmenhorst, 21. Mai 2014

Große Übung der verschiedenen Hilfsorganisationen in Delmenhorst

Das „rote Zelt“, also Zelt der Johanniter, ohne Verletzte.

Die Helfer und Helferinnen des Ortsverbandes Delmenhorst (von links): Andreas Geisler, Marcel Colter, Henning Baum, Akile Messai, Peter Ledwoin und Sven Köster.

Der Wechsellader-Container der Stadt Delmenhorst, ausgestattet für das Konzept BHP 25.

Die vier großen in Delmenhorst aktiven Hilfsorganisationen, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser-Hilfsdienst, das Deutsche Rote Kreuz und der ASB, führten nun gemeinsam eine große Übung durch. Aufgabe war der Aufbau sowie das Betreiben eines BHP 25, also eines Behandlungsplatzes, an dem 25 Personen gleichzeitig versorgt werden können. Die Planungen für die Aufbauübung laufen bereits seit März 2013.

 

Bereits am 2. November vergangenen Jahres wurde der Behandlungsplatz zum ersten Mal aufgebaut. Dazu trafen sich die Führungskräfte der beteiligten Hilfsorganisationen, des Katastrophenschutzamtes, der Berufsfeuerwehr und der Stadt Delmenhorst. Dieser Personenkreis testete die vorab am Schreibtisch geplanten Teilbereiche auf Funktionalität und Praktikabilität, wertete die Ergebnisse aus und plante erneut, sodass am 10. Mai die finale Übung stattfinden konnte. Rund 60 Mitarbeiter aus Feuerwehr und Rettungsdienst nahmen an der Übung teil, darunter auch sechs Johanniter des Ortsverbandes Delmenhorst.

 

Ihr Ortsbeauftragter Marcel Colter war von Anfang an in die Planungen zu der Großübung eingebunden und zeigt sich zufrieden mit dem Ablauf am 10. Mai. „Es ist toll, dass so viele Funktionsträger und Führungskräfte in Rettungsdienst und Katastrophenschutz dabei waren. Das motiviert die Helfer und zeigt die Wertschätzung für ihren ehrenamtlichen Einsatz.“ Gemeint sind damit Dr. Vogel, der Ärztliche Leiter Rettungsdienst der Stadt Delmenhorst, Arno Martens, Leiter Rettungsdienst, und Anita Misiurkowski, Mitarbeiterin der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz der Stadt Delmenhorst, sowie Andreas Händler als stellvertretender Leiter der Berufsfeuerwehr in Delmenhorst. An der Übung beteiligt waren auch Kameraden und Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehren Hasbergen und Süd, die den Einsatz der Helfer unterstützten und halfen, den Behandlungsplatz aufzubauen. Sie besetzten ebenfalls den Tragetrupp, um die Verletztendarsteller nach Sichtung ihrer „Verletzungen“ in das jeweilige geeignete Zelt zu bringen.

 

Nach der Übung hatten alle Helferinnen und Helfer die Möglichkeit, ihren Einsatz zu reflektieren und Vorschläge für Optimierungspotenzial einzubringen. Die Ergebnisse der Hilfsorganisationen wurden im Nachgang in mehreren Besprechungen vorgestellt und durch das Wissen und die Erfahrung der jeweiligen Führungskräfte ergänzt.