Johanniter aus Lingen und Nordhorn helfen beim Evangelischen Kirchentag

Heinz Möddel - Lingen/Nordhorn, 25. Mai 2017

Dienststellenleiter Jens Bädker (rechts) gemeinsam mit den Ehrenamtlichen und Albert Stegemann am Stützpunkt Lingen vor der Abreise zum Evangelischen Kirchentag.

Bei dem ab heute stattfindenden Evangelischen Kirchentag sorgen auch ehrenamtliche Helfer der Johanniter aus Lingen und Nordhorn für die Sicherheit der Teilnehmer. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann hat sich vorab beim Ortsverband Lingen über deren Arbeit informiert. „Die Johanniter investieren viel Zeit und Leidenschaft in Ihre Arbeit. Davor habe ich allergrößten Respekt.“ Der 36. Evangelische Kirchentag in Berlin und Wittenberg ist mit über 2.500 Veranstaltungen der bisher größte Kirchentag. Allein in Berlin werden 150.000 Dauerteilnehmer und 45.000 Tagesgäste erwartet. „Das ist eine riesige logistische Herausforderung, die wir ohne die Ehrenamtlichen nicht bewältigen könnten“, zeigt sich Stegemann vom Engagement im Jubiläumsjahr der Reformation beeindruckt.

Mitten drin sind die Johanniter vom Ortsverband Lingen. „In Berlin stellen wir einen Zugführer und einen Gruppenführer. In Wittenberg, wo weitere 100.000 Besucher erwartet werden, sind wir mit unserem Zelt, medizinischem Material sowie mit Sanitätshelfern vor Ort“, so Dienststellenleiter Jens Bädker. Die Sanitätshelfer sind als Erstversorungstrupp, kurz EVT, unterwegs und an den Unfallhilfsstellen im Einsatz. Zur technischen Ausstattung gehört unter anderem ein Defibrillator. Damit helfen die Johanniter, dass etwa die Teilnehmer an der Diskussion zwischen dem ehemaligen US-Präsident Barack Obama und der Bundeskanzlerin Angela Merkel im Ernstfall gut und sicher versorgt werden.

Aber auch im Emsland und der Grafschaft Bentheim engagieren sich die Johanniter Tag für Tag. So organisieren sie von Lingen aus in enger Kooperation mit derDeutschen Stiftung Organtransplantation für die Region Nord den Transport von Spenderorganen von der Entnahme- zur Transplantationklinik. Dabei zählt jede Minute. Und so sind die zum größten Teil ehrenamtlichen Helfer 24 Stunden am Tag in Bereitschaft.

Dabei können sich die Johanniter ein stärkeres Engagement vor Ort gut vorstellen. „Gern würden wir unser Wissen und unsere Erfahrung auch beim Katastrophenschutz sowie bei Krankentransporte im Emsland und der Grafschaft Bentheim stärker einbringen“, so Bädker. Hier bekäme die Johanniter jedoch noch keine richtige Chance. Stegemann versprach, dieses Thema ebenso eine bessere und transparentere Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit noch einmal an verschiedenen Stellen anzusprechen.