Johanniter sichern den Grafen ab

Stefan Greiber - Nordhorn, 08. September 2014

Regionalbereitschaft stellt Sanitätsdienst bei „Unheilig“

Schon beim Bühnenaufbau waren Johanniter vor Ort.

Der Graf und die Feuerwand - "Unheilig" liebt es bombastisch.

Mehr als neun Stunden dauerte insgesamt der Einsatz der Regionalbereitschaft Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe bei der Absicherung des Konzertes der Band „Unheilig“ in Nordhorn. Schon beim Aufbau der Bühne von 15:00 Uhr an waren erste Einheiten vor Ort, um im Notfall Hilfe leisten zu können, das Abschlussbriefing begann um Mitternacht. Viel zu bereden gab es nicht. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte der Leitende Notarzt und Zugführer Markus Wedemeyer. „Es war eine super Mannschaft, alle haben gut mit angepackt und die Abschnittsleitungen haben ruhig und mitnehmend geführt.“

Zu tun gab es reichlich. Schon vor Beginn des Konzertes mussten die Johanniter mehrere Patienten in die Station bringen. Grund waren überwiegend Kreislaufprobleme, da sich aufgrund technischer Probleme mit der Sicherheitsabsperrung der Einlass verspätete. Insgesamt waren rund 9500 Besucher gekommen, um die Band rund um den schillernden Sänger „Der Graf“ zu sehen und zu hören. „Unheilig“ wurde bereits 1999 gegründet, schaffte aber erst 2010 mit „Geboren um zu leben“ den ganz großen Durchbruch.

Die Abschnittsleitungen hatten Tobias Patzke an der Unfallhilfsstelle und Andreas Dierks für die Erstversorgungstrupps und die Fahrzeuge übernommen. Die Kommunikation steuerte der Ortsverband Osnabrück mit seinem Einsatzleitwagen. Mit dabei waren neun Helfer des Ortsverbandes Lingen, zwölf aus Osnabrück, einer aus Delmenhorst und drei aus Nordenham. Insgesamt wurden 20 Patienten behandelt, zwei wurden mit dem Regelrettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Grund waren der Verdacht auf eine Handgelenksfraktur und eine kreislaufrelevante Herzrhythmusstörung. Der Einsatz verlief störungsfrei.