Kürzere Messe für größere Nachfrage

Stefan Greiber - Leer/Moormerland, 04. Oktober 2016

Mit bunten Bildern geschmückt war der Stand der Kinderbetreuung.

Nach vier Tagen ehrenamtlichen Dienstes packten die Johanniter aus Moormerland und Wiesmoor ihre Sachen zusammen.

Rundum zufrieden sind die Johanniter mit dem Verlauf der diesjährigen Ostfrieslandschau in Leer. Unter Leitung des Ortsverbands Moormerland waren die Johanniter gleich dreifach auf einer der größten Regionalmesse auf der Nesse in Leer vertreten. In der Kinderbetreuung kümmerten sie sich um die kleinen Messebesucher, mit dem Sanitätsdienst sorgten sie für Sicherheit und am Stand über die Leistungen der Johanniter-Unfall-Hilfe in der Region. Im Mittelpunkt stand dort natürlich angesichts der laufenden Sicherheitswochen der Hausnotruf. „Ich habe schon fünf Termine mit Interessenten fest abmachen können“, erzählt Kundenberater Olaf á Tellinghusen, der als Ansprechpartner für alle Fragen rund um den lebensrettenden Knopf zugegen war. Weitere Interessenten wollen sich in den nächsten Tagen melden. Tellinghusen ist sich sicher, dass es weitere Nachfragen gibt. „Während der Sicherheitswochen ist das Ausprobieren vollkommen kostenlos und unverbindlich“, betont er. Die Johanniter-Sicherheitswochen laufen noch bis 31. Oktober. Wer bis dahin einen Beratungstermin abmacht, kann den Johanniter-Hausnotruf vier Wochen kostenlos testen.

Kostenlos für die Messebesucher waren auch die Kinderbetreuung und der Sanitätsdienst. „Wir hatten insgesamt acht Behandlungen“, berichtet Diana Borchelt, Leiterin des Ortsverbands Moormerland. Angesichts von rund 46.000 Besuchern eine sehr niedrige Zahl. Am Eröffnungstag waren zwölf Helferinnen und Helfer im Einsatz, an den anderen drei Messetagen 16. Zusammen leisteten sie mehr als 500 Helferstunden – ehrenamtlich und unbezahlbar. Mit dabei war auch die Johanniter-Hilfsgemeinschaft in der Subkommende Ostfriesland-Wilhelmshaven des Johanniterordens. Sie informierte über ihre Arbeit und forderte Messebesucher auf, Hilfsbedürftigkeit zu melden.

Die 36. Ostfrieslandschau könnte trotzdem die letzte gewesen sein. Nachdem in den vergangenen Jahren das Interesse deutlich nachgelassen hatte, wurde sie von vormals neun auf vier Tage verkürzt, das Konzept überarbeitet. Jeder Tag stand unter einem besonderen Motto, zudem wurde Themenschwerpunkte gebildet. Unter dem Strich kamen 6000 Besucher mehr als kalkuliert. Ob in zwei Jahren die 37. Ostfrieslandschau eröffnet wird, ist hingegen noch nicht klar. Die Politik wird erst den diesjährigen Verlauf analysieren. Diana Borchelt würde es freuen. „Die Verkürzung kam unseren ehrenamtlichen Helfern sehr entgegen. Insgesamt war die Ostfrieslandschau in ihrer kompakten Form sehr viel ansprechender.“