Hauptsache alle sind glücklich und zufrieden

Stefan Greiber - Norden, 11. April 2017

Haben die Betreuungsleistung in der Wohnanlage an der Mackeriege in Norden übernommen (von links): Maria Kannengießer, Bewohner Gerhard Lübkes, Annegret Eggenstein und Johannes Büscher, Ortsbeauftragter der Norder Johanniter.

Die Johanniter haben die Betreuung der Bewohner der Wohnanlage in der Mackeriege 3 in Norden übernommen. In dem Gebäude gibt es 16 barrierefreie Eigentumswohnungen unterschiedlicher Größe, die zum überwiegenden Teil vermietet werden. Großzügig angelegte Gemeinschaftsräume und viele weitere Annehmlichkeiten sollen den Bewohnern einen angenehmen Aufenthalt in dem 2015 eröffneten Haus bieten. „Wir haben uns mit mehreren Organisationen unterhalten und uns am Ende für die Johanniter entschieden“, sagt Eildert Buizinga, Vorsitzender des Verwaltungsbeirates. Ausschlaggebend war die räumliche Nähe der Johanniter, die ihre Dienststelle in Norden in der Osterstraße 152 haben. Wichtiger aber ist die persönliche Einstellung der Betreuungskräfte, betont Maria Kannengießer, Dienststellenleiterin der Norder Johanniter. „Unser Wunsch ist, dass alle glücklich und zufrieden sind.“

Die Johanniter haben ab April dieses Jahres die Betreuung übernommen und sind von montags bis freitags jeweils für zwei Stunden in der Wohnanlage für die Bewohner tätig. Zu Beginn macht die Betreuungskraft eine Runde durchs Haus und besucht die Bewohner. „Dies dient der Sicherheit. Wir wollen nur kurz fragen, ob es ihnen gut geht, ob sie Fragen haben und wir helfen können“, erklärt Maria Kannengießer. Die individuelle Betreuung habe oberste Priorität. Zusätzlich wird jede Wohnung auf Wunsch mit einem Hausnotrufgerät der Johanniter-Unfall-Hilfe ausgestattet. Die Johanniter sind einer der größten Hausnotruf-Anbieter bundesweit und verfügen in Norden über einen eigenen Einsatzdienst. „Wir sind 24 Stunden am Tag, auch an Wochenenden und Feiertagen, für die Bewohner erreichbar“, verspricht auch Johannes Büscher, ehrenamtlicher Ortsbeauftragte der Johanniter in Norden.

Verantwortlich für die Betreuung ist Annegret Eggenstein. Sie ist bereits seit vielen Jahren im Ortsverband Norden der Johanniter-Unfall-Hilfe tätig. Sie freut sich auf die neue Aufgabe. „Wir wollen zunächst mit den Bewohnern ein Programm erarbeiten, das wir anpassen können“, erklärt sie. Das können Frühstücksrunden, gemeinsames Mittagessen, Spielenachmittage, Ausflüge und andere Aktivitäten sein. Zudem beraten die Johanniter bei Behördenangelegenheiten, helfen bei Problemen, vermitteln den Menüservice oder organisieren den Einkauf. „Im Grunde übernehmen wir alle Aufgaben, um die sich sonst Kinder und Enkelkinder kümmern“, sagt Eggenstein. Gerade wenn diese aber räumlich weit entfernt leben oder beruflich und familiär stark eingebunden sind, ist das Betreute Wohnen eine gute Alternative. „Hier können die Menschen sicher und trotzdem selbstständig leben“, sagt Kannengießer.