Dachstuhlbrand in Zinkhütte mit Austritt von Gefahrstoffen

Stefan Greiber/Fotos: Hans-Günter Fülbier - Stollhamm, 12. Oktober 2015

Großübung mit Feuerwehren und Rettungskräften in Nordenham

Mit einer Großübung am vergangenen Wochenende haben Rettungskräfte aus der gesamten Wesermarsch die Zusammenarbeit geprobt. Angenommen wurde ein Dachstuhlbrand in der Zinkhütte „Friedrich-August-Hütte“. Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen rückten aus. Mit dabei waren auch insgesamt 21 Retter der Johanniter-Unfall-Hilfe aus den Verbänden Nordenham, Stedingen und Stadland sowie neun Fahrzeuge. Für die Versorgung der Einsatzkräfte sorgte die Betreuungsgruppe des Ortsverbandes Nordenham.
Denn beim Dachstuhlbrand mit mehreren Verletzten blieb es nicht. Während der Löscharbeiten kam es zu einem Austritt von Gefahrstoffen, zudem wurde eine Person vermisst, die sich wahrscheinlich im Kühlturm befand. Ein Arbeiter geriet unter Trümmerteilen, gleichzeitig passierte ein Verkehrsunfall mit zwei eingeklemmten Personen. Dafür wurden weitere Rettungskräfte nachgeordert, unter anderem die Gefahrgutgruppe der Feuerwehr.
„Als Beobachter konnten Jan Hoffmann und ich ein sehr positives Bild von der Arbeit der eingesetzten Kräften und der Zusammenarbeit mitnehmen“, sagt Stefan Onken, Zugführer im Ortsverband Nordenham der Johanniter-Unfall-Hilfe und der Regionalbereitschaft Weser-Ems. Trotzdem gibt es noch einiges zu verbessern, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein. Unter anderem soll der Umgang mit Patienten, die eine Gefahrstoffkontamination aufweisen, besser geschult werden. Tipps für die Firma, die das Gelände für die Übung zur Verfügung stellt, gab es auch. Unter anderen wurde eine bessere Kennzeichnung der Objekte und der Lagepläne für die Rettungskräfte empfohlen. „In der Summe war es eine schöne Übung, bei der alle Spaß hatten“, betont Onken.

Fotos: Hans-Günter Fülbier