Neun Verletzte bei Strandparty

Nordenham, 16. November 2017

Mit vereinten Kräften wurden die „Verletzten“ abtransportiert.

Nordenham. Insgesamt neun verletzte Jugendliche bei einer Party am Weserstrand mussten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, der Johanniter-Unfall-Hilfe und des Rettungsdienstes Wesermarsch bei einer Übung am 12. November versorgen. „Die Übung hatte zwei Ziele“, erläutert Stefan Onken, Zugführer des Ortsverbands Nordenham der Johanniter-Unfall-Hilfe. Zum einen war die Übung das große Abschlussfallbeispiel für die Teilnehmer des Sanitätshelferkurses, der zurzeit bei den Johannitern stattfindet. Darunter sind auch Schulsanitäter des Gymnasiums Nordenham. „Zum anderen wollten wir das Zusammenspiel der beteiligten Organisationen üben“, sagt Onken.


Die angehenden Sanitätshelfer und die Schulsanitäter hatten als ersteintreffende Rettungskräfte die Aufgabe, die Verletzten zu sichten, Informationen bei der Freiwilligen Feuerwehr zu holen und weitere Kräfte nach zu alarmieren. Da der Ortsverband Nordenham der Johanniter-Unfall-Hilfe für einen solchen Massenanfall an Verletzten (ManV) nicht ausreichend Kapazitäten zur Verfügung hatte, zog er Johanniter aus Varel und Bremerhaven mit jeweils einem Rettungswagen heran. Im weiteren Verlauf übernahm der Leiter des Rettungsdienstes Wesermarsch, Jan Hoffmann, die organisatorische Leitung, auch der Leitende Notarzt Dr. med. Olaf Hespers unterstützte. Nach und nach wurden die neun verletzten Personen versorgt und abtransportiert. Dies gestaltete sich zum Teil schwierig, denn unwegsames Gelände und die Kälte stellten alle Teilnehmer vor eine Herausforderung. „Insgesamt sind wir mit dem Verlauf zufrieden“, sagt Onken. Die Zusammenarbeit habe gut geklappt, die angehenden Sanitäter in der zunächst unübersichtlichen Lage gut reagiert.

 

„Wir bedanken uns ganz besonders bei Jan Hoffmann und Dr. Hespers, der Freiwilligen Feuerwehr Nordenham sowie dem RUD-Team aus Oldenburg, der Theatergruppe des Gymnasiums Nordenham und des DLRG Butjadingen für ihre Unterstützung“, betont Onken. Das RUD-Team, die Realistische Unfalldarstellung des Ortsverbands Oldenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe, hatte die Verletztendarsteller der Theatergruppe und der DLRG täuschend echt geschminkt.