Bescherung für Kinder in der LAB

Stefan Greiber - Oldenburg, 21. Dezember 2017

Eine schöne Bescherung gab es für die Kinder in der Landesaufnahmebehörde (LAB) Blankenburg bei Oldenburg. Möglich gemacht hatten dies die freiwilligen Helferinnen und Helfer des Vereins Integration e. V. und die Gemeinde der Kreuzkirche Eversten in Zusammenarbeit mit dem Sozialen Dienst des Ortsverbands Oldenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe. Gemeinsam hatten sie eine Weihnachtsfeier mit Geschenken für jedes Kind, Leckereien und Musik organisiert. Die Kinder durften eines nach dem anderen den Raum mit den Geschenken in der Begegnungsstätte der LAB betreten und sich eines aussuchen. Mehr als 140 Bälle, Modellautos, Spielesammlungen und vieles mehr konnten die insgesamt vier Weihnachtsmänner und -frauen überreichen. Die Bescherung in der LAB fand bereits zum dritten Mal statt, die Idee dazu hatte Lobe Ndoume Cyrille, Vorsitzender des Integration e. V. in Oldenburg.

„Ich bin selber 1998 als Flüchtling aus Kamerun nach Deutschland gekommen und weiß, wie schwierig es ist, in einem fremden Land zu leben.“ Er und seine Freunde wollen den Schutzsuchenden in der LAB Freude schenken. Das Weihnachten ein christliches Fest ist, sei egal. „Religion spielt bei uns keine Rolle. Wir feiern auch alle gemeinsam den Ramadan.“ Um für andere Kulturen sensibel zu machen, habe der Verein zudem ganz bewusst Farbige als Weihnachtsmänner und –frauen mitgebracht. „Mein Heimatland ist christlich geprägt. Aber der Weihnachtsmann ist weiß.“ Mit dem Rollentausch solle zum Nachdenken angeregt werden.

Unterstützt wurde Lobe Ndoume Cyrille von Pastor Martin Seydlitz von der Kreuzkirchengemeinde Eversten. Noch am Sonntag zuvor bat er im Gottesdienst um weitere Geschenkespenden. „Uns fehlten noch etwa 90 Stück“, sagt Seydlitz. Ein paar Tage später waren genug Präsente da. „Wir haben eine sehr lebendige Gemeinde. Das macht richtig Spaß.“ Mit dem Integration e. V. arbeitet die Gemeinde schon lange zusammen. In der LAB leben zurzeit rund 420 Menschen mit 35 verschiedenen Nationalitäten, berichtet Standortleiter Klaus Siems. Schön sei auch, dass sich mehrere Organisationen zusammen getan haben, um gemeinsam den Kindern eine Freude zu bereiten.