Ein netter Besuch gegen die Vereinsamung

Oldenburg, 03. September 2014

Oldenburger Werke des Johanniterordens bieten Infoabend an

Viele ältere Menschen leben heute alleine. Die Kinder sind schon lange erwachsen und wohnen aus beruflichen Gründen weit entfernt, der Lebenspartner ist bereits verstorben. Die Folgen sind Vereinsamung und damit verbunden können Depressionen auftreten. Zudem verlieren einsame Menschen die Lust, etwas zu unternehmen. Körperliche Beeinträchtigungen durch mangelnde Bewegung sind eine weitere Folge. Um dem entgegen zu wirken, hat die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Oldenburg in Zusammenarbeit mit der Subkommende Oldenburg des Johanniterordens und dem Ortsverband Oldenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe einen Besuchsdienst gegründet. Jetzt werden weitere ehrenamtlich Engagierte gesucht. Weitere Informationen gibt es bei einem kostenlosen und unverbindlichen Infoabend am Montag, 15. September, von 19:00 Uhr an in der Regionalgeschäftsstelle der Johanniter-Unfall-Hilfe an der Industriestraße 1 (Alte Fleiwa) in Oldenburg sowie telefonisch unter 0441 97190-47 und im Internet unter www.johanniter.de/oldenburg.

 

„Wir wollen einsamen und älteren Menschen Unterstützung geben“, sagt Pastor Bernd Eichert, gemeinsam mit Angela Exner-Wallmeier und Jochen Meyer Mitglied des Koordinatorenteams des Johanniter-Besuchsdienstes. Voraussetzung sei die Teilnahme an einer Seminarreihe, in dem die Grundlagen für den Besuchsdienst vermittelt werden. „Wir haben ein hochinteressantes Programm mit namhaften Referenten auf die Beine gestellt“, verspricht Eichert. Mit dabei sind unter anderem Dr. Jürgen M. Bauer, Direktor der Klinik für Geriatrie am Klinikum Oldenburg, Pastor Dr. Stefan Welz, Mitglied des Pfarrteams in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Osternburg und Oberkirchenrat i.R. Prof. Dr. Rolf Schäfer. Geklärt werden sollen unter anderem Fragen zur rechtlichen Absicherung der Besuchenden und Besuchten, zu weiterführenden Hilfsangeboten und verschiedenen Krankheitsbildern, Verhalten im Notfall und vieles mehr. Außerdem werden beispielhafte Senioren-Einrichtungen in der Region besichtigt. „Wir nutzen dabei die intensiven Kontakte innerhalb der Johanniter-Familie“, sagt Uwe-Jens Kruse, Leiter der Subkommende Oldenburg des Johanniterordens.

 

Die Kontakte zu den Senioren entstehen über die Arbeit in den Nachbarschaftstreffs sowie durch die Arbeit im Ambulanten Pflegedienst. „Wir erfahren häufig von unseren Gästen, dass es in der Nachbarschaft einsame Menschen gibt, die aber nicht zu uns kommen wollen oder aus körperlichen Gründen können“, erzählt Angela Exner-Wallmeier, Leiterin des Jonas-Forums in Kreyenbrück. Für diese Menschen sei der Besuchsdienst eine ideale Ergänzung.